Seid ihr mal froh, dass ihr solche Shops hattet!

Berlin als nur mal eben so 3.4 Mio Einwohner Stadt war (auch da) gänzlich mies aufgestellt, hatte gar nix. Da blieb lange nur "Videospiele im Kaufhaus kaufen". Also PAL World...
Ganz am Anfang (um 1990) gab es ECS und den (weniger Shop, eher Club) "Double Troble". Dann lange nix (gerade in der "Hochzeit" von 16 Bit). Dann irgendwann die "Traumfabrik", am A* der Welt, aber da kostete dann ein Jaguar Spiel 149,-, das es woanders (aber eben nicht in Bärlin) auch für 89,- gab. Und die waren so: "GTAVI kommt in ca. zwei Jahren, na dann nehmen wir es einfach schonmal in die Preisliste". Selbstredend waren die angepriesenen Spiele – wenn man dann 20 km mit der U-Bahn angereist kam – dann nicht/nie da. Also z.B. VF Remix (Saturn) steht drin in der Liste, ich fahre da hin und das Spiel ist natürlich nicht da... :/
Bezüglich z.B. Neo Geo war man katastrophal aufgestellt. Ich kannte das eigentlich nur aus den Zeitschriften. Bis ich dann mal irgendwo in einer mittelgroßen deutschen Stadt mal einen vernünftigen Videospielladen sah. Aber da war Neo Geo schon drei Jahre oder so am Markt.
Erst Ende der 1990er (Dreamcast Ära) gab es zwei, drei nette Videospielläden in der Hauptstadt, aber da war ich auch schon selbst in Japan.
Ansonsten war es IMMER Kaufhaus oder halt bestellen: bei Maro, CWM, Theo Kranz usw.
Ich weiß noch, bei Gameboy gab es ewig lang nur sieben bis zehn offizielle Spiele. Die zu dem Zeitpunkt bereits "zig Dutzend" Importe (z.B. R-Type oder Batman) gab es anderswo. Da war man selbst in Magdeburg oder so besser aufgestellt, als in Berlin. Lynx gab es auch so gut wie gar nicht, weil die herkömmlichen Kaufhäuser halt keinen Bock mehr auf Atari hatten.