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Die Unlust am Zocken

southflorida

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Irgendwie nervt es mich zuweilen schon, die Konsole anzuschalten, zwei Minuten Ladebildschirme und Firmenlogos anzugucken und dann entweder Dompteurkram (Wiederholen von Abschnitten, die man bereits gespielt hat) oder alternativ das "Wiedererlernen" von Steuerung und Spiel-GUI in div. Open World Titeln, die halt mal sieben Wochen liegen geblieben sind (nicht wenige).

Muss klar sagen, dass zu 8-Bit oder 16-Bit Zeiten, das alles viel mehr gerockt hat: Konsole an, 10 Sekunden später war man im Spiel drin und klar, auch da Wiederholungen, aber das Ganze war zumeist VIEL spaßiger. Ein SMB kann man immer vertragen. Und wenn das Spiel doch mal stresste oder Längen besass, war man halt zehn Sekunden später im "nächsten Spiel" drin.
Heute ist der Killer selbst schon bei "schnellen" Spielen wie R-Type Final 2 erst mal eine Menüclickorgie ("wollen Sie wirklich starten?   :-\ ") + mehrerer Ladebildschirme ansteht, bevor man spielen kann.

Zudem gibt es heutzutage einen weiteren subtilen "Feind" des heutigen Konsolenspielens: man glotzt lieber passiv schnell mal aufs "Handydisplay", um ein Utube Video reinzuziehen o.ä., bevor man jetzt erst aufsteht, Konsole einschaltet, wartet, und sich dann oft nicht immer frustfreiem Herumgeclicke hingibt...
Dass ich jetzt noch mal die PS4 Pro hochfahre, um drei Minuten später nach Menügeclicke dem Ladebildschirm von Cyberpunk 2077 zuzuschauen = dazu müsste man mich eher zwingen.


Clorell

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Interessante Gedanken, die mir öfters auch schon ziemlich oft in ähnlicher Form durch den Kopf gingen. Kann ich so unterschreiben. Ich habe praktisch alles zuhause, sogar eine PS5, die auch wirklich extrem schnell bootet, dank der SSD, dennoch merke ich auch, daß mich dieses viele Durchklicken, die Tutorials und das Ganze von Dir Genannte nervt.

Ich kann mich sehr oft nicht aufraffen die PS4/5 oder Switch einzuschalten. Klar, auf der Switch geht es in der Regel schneller, dennoch nervt es mich oft. Dabei habe ich einen Stapel der Schande neben der PS5 und Switch liegen, der mal durchgezockt werden möchte. Aber wie so oft, packt mich einfach die Unlust, so daß ich nicht zocke.

Was mache ich denn eher? Richtig, man schaut mal lieber schnell bei Youtube rein, z.B. meine tägliche "Lektüre" vom Lovepriest oder ich schaue mir einen Film meiner umfangreichen Blu-Ray-Sammlung oder auf Netflix/Amazon/Disney an. In der letzten Zeit höre ich auch wieder viel bewußt meine CD-Sammlung an. Vor allem viel von meinem absoluten Lieblingskünstler David Bowie.

Ich weiß auch nicht. Heutige Spiele sind von der ganzen Präsentation meistens sehr beeindruckend, aber irgendwie zündet es sehr oft nicht. Und dann...Naja, die nervige Installation halt immer und die verdammten Updates bei jedem noch so unwichtigen Spiel...Sehr nervtötend das Ganze.
« Letzte Änderung: November 11, 2021, 07:55:16 Nachmittag von Clorell »
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Legio X

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Das normale Laden geht. Man kann sich ja in der Zwischenzeit ein Bier oder Wein holen. Oder einen grünen Smoothie. Die heißen glaub ich Mojito?

Was wirklich nervt sind Firmewareupdates und 20 GB Patches.

Spielen tue ich auch recht wenig.

Muss halt richtig Bock haben auf ein Spiel. Dann wird das in Ruhe durchgezockt und nur diese eine Spiel.

Wir sind halt älter und haben vieles schon gesehen. Das macht es natürlich nicht mehr so spannend, wie wenn man als Teenager seine erste Konsole bekommt. Da ist die Magie und der Suchtfaktor größer.

Vom Komfort und Durchspielbarkeit werden die Spiele immer besser. Ich erinnere mich an PS2 Spiele, da war die Steuerung verbockt und das Spiel schwer wie die Sau.  Sowas kann sich heute kein Publisher mehr leisten.

Und soviel Vielfalt wie es heute gibt gab's früher nicht. Triple A's, Indies, MMOs, Battle Royals, Casuals, Remakes, ...
« Letzte Änderung: November 11, 2021, 08:30:58 Nachmittag von Legio X »


wraith

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Meine anderen Sorgen sind soweit ausgeblendet (Mutter geht es ganz gut zur Zeit und auch sonst läuft alles so einigermaßen, was sich erfahrungsgemäß ja blitzartig ändern kann) und daher habe ich auch den Nerv zum Zocken. Folglich sind wieder 8-Stunden-Sessions drin (Skyrim) und ich würde gerne weitere Titel beginnen, was ich jedoch nicht mache, um nicht zu versinken. Man muss einfach den Kopf dafür haben. Ist wichtig.

Allerdings habe ich immer wieder Pausen drin, innerhalb derer ich in Büchern versinke oder mal zweieinhalb Stunden meine Wochenzeitung lese (Junge Freiheit, bischen Werbumm an der Stelle für das einzig noch lesbare Presse-Erzeugnis). Oder mal 30 Minuten den Körper malträtiere mit Übungen. Auch das muss sein. Der Mensch lebt nicht vom Spiel allein...oder so.....
« Letzte Änderung: November 12, 2021, 06:57:52 Nachmittag von wraith »
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southflorida

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8-Stunden-Sessions, das ist bei mir (leider) komplett weg...
Sowas brachte zuletzt vielleicht ein FALLOUT 4... das ist jetzt fünf, sechs Jahre her.

Muss echt konstatieren, dass die Zockerei zu "unwichtig" ist für die kostbare Zeit.

Ein RESIDENT EVIL 2 lässt sich in einer Stunde durchziehen, mach ich gerne mal, um fit zu bleiben. Ansonsten wären "zwei Stunden" schon oberster Rand dessen, was noch läuft.


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Ich kann auch nicht mehr so lange Sessions spielen früher locker 4-5 h heute max 2h am Stück. Erwische mich selbst dann auch immer mehr beim passiven Konsum, Konzertvideos auf YT oder einfach Musik hören oder irgendeine Videospielfachsimplerei. Es ist nicht so dass mir das generell keinen Spass macht. Ich greife jeden Tag zum Pad aber ich kann das nicht mehr so lange.


Legio X

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Wenn man erschöpft von einem langen oder harten Arbeitstag ist, dann konsumiert man nur noch passiv. Also Filme schauen oder Musik hören.

Es bleibt ja nicht viel Zeit übrig, wenn man am Tag 8h arbeitet und 2 x 1h pendelt.

Wenn ich hier lese, das manche hier ein Open World Game nach dem anderen durchfräsen, dann bin ich ernüchtert. Nach einem Open World Game muss ich erstmal verschnaufen und es dauert wieder bis ich etwas Spiele. Dann muss es aber was Kurzweiliges sein, z.B. eine CoD Schießbude.



southflorida

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Open Worlds nehme ich persönlich nahezu durchweg nicht mehr ernst... auf diese unverbindliche Art der Geschichtserzählung geb ich einfach nichts. Ich hab 2021 sowohl CYBERPUNK 2077 als auch das aktuelle ASSASSINS CREED nicht zu Ende gespielt und hab auch quasi Null Bock, mich da wieder reinzufummeln = Verschwendung von Lebenszeit.

CoD hatte ich zuletzt 2016 = nervenaufreibend, schlicht Verniedlichung und Verherrlichung von Krieg und Gewalt und US Propaganda, die mehrere Stufen unter meinem geistigen Niveau ist.

Für mich sind Indie Spiele fast immer die, die noch am ehesten motivieren, zuletzt ELDER LILIES.


Clorell

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Wenn ich als mal Dienste habe, die zehn Stunden gehe, ist kopfmäßig nicht mehr viel drin. Man ist geistig dann einfach nicht mehr voll da und müde. Da noch ein großes Spiel anzufangen, ist einfach nicht mehr drin. Ein Open World-Spiel nach dem anderen zocken, wäre mir zu arg. Ich zocke solche Spiele zwar durchaus auch gerne, aber da ist mir oft was Kurzweiligeres wie Resident Evil, Doom, Street Fighter oder Super Mario lieber.

So wie gestern. Da kam ja meine Doom Trilogy für die PS4 und Switch an. Ich habe einfach mal den ersten Teil reingelegt und auch die erste Episode fast vollständig gezockt. Die Levels sind nicht zu groß und überschaubar. Das ist kopfmäßig noch drin. Für die letzten zwei Levels reichte aber meine eigene Energie einfach nicht mehr aus. Man darf aber auch nicht vergessen, daß ich gestern auch schon seit zwei Uhr morgens wach war und um kurz nach drei Uhr schon anfing zu arbeiten. Dann noch ins Taekwondo-Training um 18:00 Uhr. Da ist dann gegen 21:00 Uhr nur noch wenig Energie übrig.

Da muß es dann was Kurzweiliges einfach sein. Aber bitte kein Call of Duty oder so. Ich kann diese kriegsverherrlichenden Spiele nicht mehr sehen. Das letzte Call of Duty war bei mir World at War auf der PS3. Da zocke ich lieber etwas wie die neuen Doom-Spiele. Das nimmt sich nicht so ernst. Indies natürlich auch.
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southflorida

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Das ELDER LILIES (stellvertretend für viele Spiele) ist liebevoll gemacht, durchdesigned, kein großes Storybambam, nicht in Kalifornien...
Einfach erfreulich bodenständig und angenehm.


wraith

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Hab grad wieder Kurzarbeit und da kann ich auch wieder abtauchen ins virtuelle Leben. Kommt mir alles gerade recht.
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Clorell

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Das ist gerade ein guter Punkt, den Du ansprichst. Gefühlt spielt alles in den USA, was Spiele angeht. Das geht einen nur noch auf den Sack. Die Welt besteht noch aus was Anderem als nur den USA. Wenn ich alleine an recht interessante Länder wie Rumänien, Irland, Japan, Rußland, Frankreich oder Deutschland selbst denke, dann geht mir da mittlerweile mehr einer ab.

Klar, natürlich möchte ich die USA auch mal sehen. Wenigstens einmal jeweils, möchte ich New York, San Francisco und Seattle sehen. Aber Ehrlich gesagt reizen mich Länder wie Japan, China, Rußland, Rumänien oder Italien weit mehr. Das sind alles ebenfalls großartige Länder, die es wert sind, bereist zu werden. Genau wie Norwegen, Finnland oder von mir aus auch Holland.
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Legio X

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Also bei mir ist das Spieleverhalten drastisch zurück gegangen. Maximal alle 2 Tage 1 bis 2 Stunden.

Ist aber auch so beim Filmkonsum. Wenn ich sehe das ein Film eine Dauer von  über 2h überschreitet, dann schau ich den meist nicht an.

Das liegt aber auch daran das mein Energielevel recht niedrig ist. An schlechten Tagen lieg ich schon gegen 20:00 Uhr im Bett.


Clorell

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Lustig, was Filme angeht, geht es mir ähnlich. Zwei Stunden ist ok. Das geht in der Regel immer. Wenn es aber bei mir auch die zwei Stunden überschreitet, unter Umständen auch noch deutlich, also sprich zweieinhalb Stunden und mehr, habe ich zuhause meistens keinen Bock. Klar, ich habe was Filme angeht, meine Rituale. Jedes Jahr wird Herr der Ringe, Ben Hur und Die zehn Gebote angeschaut.

Aber sonst schaue ich überwiegend nur Filme die zwischen eineinhalb und zwei Stunden gehen. Da sind Filme aus den 70/80ern meistens genau richtig. Denn die gehen meistens zwischen eineinhalb und zwei Stunden. Bei Spielen, klar, da geht es schon einmal länger. Ich habe gestern auch einige Stunden mal nach längerem wieder gezockt. Und zwar Alan Wake. Aber ich habe dann gegen Abend gemerkt, daß ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Das war früher anders. Da konnte praktisch den ganzen Tag gezockt werden.
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Bei mir ist dank Subnautica die Unlust vergangen. Bin jetzt schon 2x länger aufgeblieben weil ich noch weiter spielen wollte. Vorher war es immer so 2h zocken und dann mit ner Serie den Abend ausklingen lassen, jetzt hänge ich nochmal ne Spielesession dran weil es mich gepackt hat. Liegt mitunter also auch am Spiel würde ich sagen. Ich hatte etwas in der Richtung (survival) bis auf Minecraft vor ein paar Jahren nie ernsthaft gespielt wäre das jetzt mein 10. Spiel aus dem Genre würde das wahrscheinlich anders aussehen Memo an mich selbst: schauen was für Sonderlinge ich noch so im Regal habe .