Was noch so eine Sache es: es wird immer erwähnt, dass in einer Welt des Überlebenskampf halt (erst Recht) so wäre.
Bei TLOU2 indes ist es längst kein unmittelbarer Überlebenskampf mehr.
Die Leute in Jackson leben in einer Stadt, haben Schulen, Kneipen... und die Leute in Seattle sollten eigentlich auch auf ihren riesigen verfügbaren urbaren Flächen Getreide anbauen und Tiere halten, statt *ununterbrochen* den Schießbügel zu schwingen. Wenn die gar Zeit und Muße haben, religiöse Sekten zu gründen... Irgendwas stimmt da nicht.
Selbst die SS ließ halt "zehn" Leute ihre Waffe beim Erschießungskommando auf jemanden richten ("eine" tatsächlich mit Munition gefüllt)... weil man keine "Gewissensbisse" wollte.
Und ich sage, dass es selbst im unmenschlichsten Krieg, wo z.T. auch unmittelbarer Hass im Spiel war (z.B. in Stalingrad) menschliche Szenen gab. Gefangenenaustausch... Eine Stunde Pause, um wenigstens beiden Seiten zu ermöglichen, die Leichen zu identifizieren. Und die hatten nichts, nicht mal was zu fressen. Aber es gab menschliche Gesten, auf beiden Seiten.
Und im ersten Weltkrieg, wo es die übelsten Schlachten gab, fingen die Soldaten zu Heiligabend an, zu singen (Engländer und Deutsche gemeinsam) und spielten am Tag danach Fußball... da drehten dann die Offiziere durch und es wurde auf Befehl "von oben" weitergeschossen.
Es mag Menschen mit Abgründen geben, aber so wie in TLOU2, wo quasi jeder "sofort" (ohne Gefangene zu machen) tötet... nein. So einfach ist das nicht.