28 Years later: The Bone Temple
Ich war vorhin mit meiner Frau im Kino, nachdem ich den letzten im großen Lichtspielhaus leider nicht gesehen habe, weil ich nicht einmal wußte, daß dieser überhaupt kam. Zumindest bei Netflix hatte ich ihn endlich doch gesehen und war natürlich neugierig auf die direkte Fortsetzung des Films.
Da wo der letzte Film aufgehört hatte, geht der Nachfolger praktisch nahtlos weiter. Die Art der Erzählung ist wieder ziemlich ähnlich, allerdings sind ein paar richtig eklige Szenen drin, die aber nicht von den Zombies stammen, die weiterhin bis auf ein paar Ausnahmen, größtenteils doch mehr nebensächlicher sind.
Ralph Fiennes spielte mal wieder hervorragend. Ich mag den Kerl. Der Film hat ein paar interessante Wendungen gesehen auch auf die Thematik. Soweit ich weiß, sind die Years-Teile der Reihe als Trilogie geplant, von daher wird eine direkte dritte Fortsetzung wohl auch noch kommen.
Alles in allem eine solide und konsequente Fortsetzung, die in meinen Augen dem Vorgänger in nichts nachsteht.
EDIT:
28 Days later [BD]
Nachdem ich den aktuellsten Teil im Kino gesehen habe, wurde es mal wieder Zeit, sich den ersten Teil reinzuziehen. Ich muß zugeben, daß ich doch wieder viel vergessen hatte. Das Grundlegende war mir schon noch in Erinnerung geblieben, aber der Anfang und der Schluß, war mir irgendwie entfallen.
Interessant finde ich den Anfang, in dem man ja siehtwie der Virus entstanden ist und wie es überhaupt möglich war, daß er sich ruckzuck verbreitet hatte.
Die Handlungen der verschiedenen Figuren kann ich durchaus nachvollziehen. In so einer Welt kann einem irgendwann schon mal schnell die Nerven durchgehen, wenn man irgendwie keinen Ausweg mehr sieht. Sowohl von Jim und seinen Anhängern, als auch den Militärs.
Auch der Erstling erfindet zwar den Zombiefilm nicht neu, macht aber vieles halt völlig anders und geht auch anders an vieles heran, wie man es vorher von dieser Art von Film kannte. Es war eigentlich auch so der erste Zombiefilm, der mir in Erinnerung ist, in dem Zombies rennen konnten. Die hervorragende Neuverfilmung von Dawn of the Dead, griff dieses Ding ja dann zwei Jahre später auch auf. 28 Days later schaffte es nun einmal, den Zombiefilm in eine moderne und zeitgemäße Weise zu bringen.
Die Handschrift von Danny Boyle, der ja auch die Trainspotting-Filme inszenierte, ist unverkennbar. Die Art, wie die Bilder dargestellt werden, die Kameraführung, der Stil, die Atmosphäre. Jupp, ist deutlich erkennbar. Ich mag britische Filme. Die haben einfach einen ganz anderen Stil, als Hollywood-Filme.
Die Inselaffen schaffen es wenigstens, qualitativ in Hollywood-Qualität Filme zu erschaffen und großartige Geschichten zu erzählen. Wenn ich mir dagegen die meisten deutschen Filme so anschaue, vor allem, die die im Kino laufen, kann man sich meistens nur noch fremdschämen. Das ist alles so dermaßen unterirdisch schlecht, bis auf ganz wenige Ausnahmen. Alleine wenn ich mir jetzt wie diese Woche im Kino den Trailer von diesem neuen Film mit Hape Kerkeling anschaue, bekomme ich das Kotzen. Das ist einfach nur schlecht.
9 von 10 Zombies die am Glockenseil hängen.