Hab jetzt noch weiter gespielt und bin im 2. Akt wenn man es so nennen kann.
Bugs kommen schon hier und da mal vor. Manchmal lustig (Moonwalk), manchmal störend (NPCs verdecken den Weg).
Dennoch läuft es flüssig und sieht recht toll und gigantisch aus. Night City verschlingt einen, Megacity eben.
Was aber CP wohl nicht zum "besten Spiel der letzten 10 Jahre" macht und sich hinter Witcher 3 einreiht ist die Tatsache, dass die Geschichte und die Charaktere nicht ganz so perfekt und episch sind wie beim Hexer.
In Witcher habe ich immer das Gefühl, dass es um die Rettung de Welt, um das Befreien ganzer Städte und um die Beziehung aller Charaktere untereinander geht. Hier werden mir Yennefer, Ciri oder Hurensohn Jr. länger im Gedächtnis bleiben als die CP-Crew. Wobei die Charaktere im SiFi RPG keinesfalls schlecht geschrieben sind, im Gegenteil. Mit "Machwerken" wie einem TLoU 2 oder Fallout wischen sie den Boden in der ersten Runde auf. Das Problem ist einfach, dass die Entwickler und Autoren nicht so ausschweifend handeln konnten wie in einem Fantasy RPG. Dies nur am Rande.
Macht es Spaß? Es ist immer noch toll der Hauptgeschichte zu folgen, die toll designten Missionen zu erledigen und zu sehen wohin das alles führt.
Auch diverse Nebenmissionen sind interessant geschrieben, mal echt cool, mal etwas schwächer von Dramaturgie und Story.
Das Gameplay ist eben typische West RPG. Looten, Wandern, Kämpfen und sich von allerhand POIs verwirren lassen.
Nach 17 Stunden bin ich immer noch sehr angetan.