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Hab mir gerade einen portablen Sega Neptun gebaut

southflorida

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Absolut easy...
Rog Ally (tragbarer Handheld PC) genommen.
Dort den Kega Fusion Emulator installiert, der "in der gleichen Instanz" Mega Drive und 32X hinbekommt!
Nach ewiger Friemelei – Rog Ally Joypad funktioniert hier nicht, Tasten einer "Bildschirmtastatur" gehen natürlich auch nicht – div. "virtuelle" Tasten nun dem 6-Button-Pad zugeordnet.
Jetzt klappt es, dass ich auch die Start-Taste des Joypads drin hab als Button, einen Reset auslösen kann (mit der nicht zu einfach zugänglichen LB Taste) und jederzeit ins Menü komme, wo ich Spiele starten kann.
Installiert ist das Ganze in Vollbild, freilich bleiben links und rechts Balken, weil MD Spiele halt in 3:4 sind, stört aber absolut nicht.
Es ist so geil, das einfach nur liebenswerte Revenge of Shinobi ausgiebig benutzt für meine oben beschriebene Button Anpassung, so dass es sich auf dem Rog Ally Gamepad anfühlt wie beim MD – Button Layout ist ja eher SNES  8) – und einfach möglichst genauso spielt.
Und dann Virtua Racing Deluxe gestartet, ohne Murren, ohne irgendwelche Veränderung/Umkonfigurierung läuft das 32X Spiel, das ich nun nach über 25 Jahren erstmals wieder gezockt hab (im Multi Mega hab ich mein Original 32X sogar seit 1995 so gut wie nicht mehr verwendet). Es spielt sich wie aus einem Guss, gleiche Konsole halt.
Scanlines 50% dauerhaft eingestellt, ohne die sehen die MD Spiele zu steril aus, aber mit diesen Scanlines ist es immer noch ein ASTREINES Bild auf dem Handheld Display.

Was ich noch machen will:
Ein Windows Menü (in dem man per Autostart landet) mit Icons der MD Verpackungen, leider ist Windows 11 verbuggt bei den skalierbaren Icons und macht nicht alles so, wie man es möchte (Knowledge Base Einträge dazu schon gelesen).
Die Dateien werden dann verknüpft mit dem Emulator, so dass man den nicht starten muss, sondern einfach die Spiele auswählt (geht bei Rog Ally dann im Windows Menü auch per Joypad).

Fazit
Es gab den Game Gear, der – wenn wir ehrlich sind – trotz Farbe noch ein recht schlechtes Display hatte (hab noch zwei Game Gear im Besitz).
Es gab das Nomad (leider nur in Nordamerika), das ein tragbares Mega Drive war.
Und jetzt hab ich eine Konsole, die leider nie Marktreife erhielt, den Sega Neptun, als portable Variante und das mit dramatisch guter Bildqualität und recht voluminösen Sound, ein 8" Display hat schon was. :P  :embarassed:

Aber wie geil ist es, die emulierten Spiele nicht verkrampft und mit unauthentischer Steuerung am PC zu zocken, sondern mit einem Handheld.  :D
Und ich nehme MEINE Spiele her, die ich noch original besitze, und die ich mit dem Mega Drive mini 2 erworben hab. Ich will da schon nicht "irgendeine" zusammenkopierte Sammlung nutzen, sondern die Originale besitzen.


Faust

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SO muss ein Neptun aussehen  :-X

Nichts ist wichtiger als die Gesundheit


southflorida

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Hätte Sega das Ding mal regulär gebracht.
Die hätten das MD einfach ab Anfang 1995 durch Neptun ersetzen müssen, zu einem sinnvollen Preis, wie in Nordamerika (nicht zu dem irren 32X Preis in D, 400 DM).

Wenn man denkt, das Ding konnte Doom, es konnte die populären Model 1 Automaten und wäre bei reinen 16-Bit-Umsetzungen (wie z.B. NBA Jam) immer technisch vorne gewesen.


Clorell

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Wenn ich mir vorstelle, wie geil das gewesen wäre, wenn das Ding vielleicht sogar mit CD-Laufwerk veröffentlich worden wäre. Was wäre das für eine geile Maschine gewesen. Aber schon als reine Modul-Kiste wäre das Teil genial gewesen.

In der damaligen Zeit war das reine 32X viel zu teuer für den normalen Geldbeutel, genau wie das Sega CD. Wer war denn im Normalfall dazu bereit, ein Mega Drive für knapp 300 DM zu kaufen und dann noch einmal ein 32X für 400 DM, sowie ein Mega CD für 600 DM. Das war einfach zuviel.

Das Multi Mega damals kostete ja auch so um die 1000 DM. Das konnte man halt dem normalen Kunden so einfach andrehen. War zwar alles geile Technik, aber halt einfach nur für die Nische mehr.
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docower

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Die Model1 Automaten waren Mitte der 90er aber gar nicht mal so beliebt. Sieht man an den Reviews der damaligen Zeit "Toll dass wir jetzt 1:1 Umsetzungen haben, aber die interessieren uns nicht mehr"

Auch dass viele Spiele nur in Teilen das 32X genutzt haben ist beschämend. Da wurde z.B. in Pitfall der Hintergrund vom Mega Drive berechnen lassen (in 60FPS) und der Vordergrund vom 32X (in 30FPS).

Damals wollten halt alle 3D. Da hätte Sega die Ressourcen einfach lieber in den Saturn gesteckt und den noch ein bisschen besser gemacht anstatt dem Mega Drive den Pilz aufzusetzen.


SegaMan

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Bei aller Romantik.

Das Neptun wäre zeitlich einfach zu spät gekommen!

War ja schon ne Schnapsidee das 32x so kurz vor dem Saturn Release noch rauszuhauen.

Sony hat mit der Ankündigung der PSX und ihrer 3D Fähigkeit einfach alle Eiskalt erwischt.


southflorida

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Deswegen hätte es einen Neptun geben müssen, der einfach das MD ersetzt hätte. Aber das hätte 250-300€ kosten müssen, nicht mehr. Das wäre über Jahre eine gute Alternative gewesen, Saturn und Playstation (und 3DO) waren noch viel zu teuer, erst Mitte 1996 kam man im 400DM Bereich an, wo Anfang 1997 auch das N64 startete. Erst Mitte 1997 kamen Playstation und N64 in Massenmarkttaugliche Preissegmente...

Man darf nicht vergessen, Sega America hatte das Mega Drive 32X ursprünglich haben wollen, weil die Schere zwischen dem alten MD (unter 200 DM) und dem Saturn (Ende 1994 ging man von 1.000 DM aus) viel zu groß war.
Man war an sich gut gestartet mit 600.000 verkauften 32X im Weihnachtsgeschäft 1994, den Jaguar hat man damit weit abgehängt. Und 3DO und CD32 auch... Aber Installation war für den Massenmarkt zu kompliziert und mit einer Hardware-Erweiterung schafft man halt nie etwas (aber die Erfahrung war damals noch nicht so bekannt). Deswegen: ab Anfang 1995 ein deutlich verbessertes Mega Drive, und man hätte da schon noch ein "paar" Millionen Käufer gefunden. So haben sie Ende 1995 das 32X für 150 Mark verramscht, und Anfang 1996 für 29 Dollar in den USA, das war im Nachhinein betrachtet fatal und viel schlimmer, als wenn Sega mal am Anfang den Neptun subventioniert hätte.


Clorell

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Sega war ja in vielem Voraus und auch Vorreiter. Sie waren der erste große Konsolenhersteller, der ein CD-Laufwerk angeboten hatte. Also sprich, Sega CD, bzw. Mega CD. Sie hatten als erster Modulkonsolenhersteller einen 32-Bit-Aufsatz und sie machten als erste Firma das Online-Zocken auf Konsolen erst richtig möglich mit der Dreamcast.

Leider gab es aber eine Menge Fehltentscheidungen, die einfach vorne und hinten nicht zusammengepaßt hatten. 32X kam viel zu spät und war zu teuer, weil es ja nur ein Aufsatz war, das Mega CD kam im Grunde zu früh und war ebenfalls einfach zu teuer für den Massenmarkt. Dann der Neptun, der zwar nie wirklich rauskam, aber halt in der Entwicklung war, aber ebenfalls viel zu spät gekommen wäre.

Der Saturn, naja, war eine geile Kiste und hatte viele geile Spiele, vor allem im Arcade-Segment, aber es fehlten halt viele große Spiele und Reihen, vor allem auch die Hersteller, die es halt vor allem auf PSX oder auch Nintendo gab. Dann kam noch die Dreamcast, die sensationell für ihre Zeit war, aber ein Marketing des Grauens hatte. Alleine damals die Werbung mit dem Friseur, wo kein Ottonormalverbraucher auch nur ansatzweise kapieren konnte, was das eigentlich wirklich sein soll.

Das Ende kennen wir ja alle. Sega kann sich zwar weiterhin scheinbar gut über Wasser halten, aber wenn man größtenteils nur auf Yakuza und Sonic setzt, ist es halt auch recht öde. Noch dazu sind die meisten Sonic-Spiele zwar erfolgreich, aber eher mittelmäßig.

Die Playstation, wo ich damals noch zuerst dachte, daß das auch so ein Rohrkrepierer wie 3DO, CD-I oder Atari Jaguar wird, kam halt zur richtigen Zeit und hatte halt praktisch alle Spielehersteller an Bord.
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docower

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Beim Mega CD war ja auch das Problem dass keiner so richtig wusste, wofür man den ganzen Platz gebraucht hatte. Die Zusatzleistung wurde quasi nicht genutzt. Das wurde wirklich erst so richtig fett mit der PlayStation und ihrem tollen MPEG-Encoding sowie 3D-Fähigkeiten.


southflorida

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Der einzige Grund, warum die Industrie CD wollte: weil die Produktion billig und kalkulierbar wurde.
Wenn man erst mal 50 DM investieren muss für die Produktion, und dann acht Wochen warten, bis ein Saftladen wie Kleinkintendo das Modul produziert und dann muss der Handel nach drei Monaten das 149 DM Modul bereits für 29 DM anbieten, weil die Spiele wie Blei im Laden liegen (bei 200 Jump & Runs pro Jahr kein Wunder, es war das gleiche Problem wie 1983/84, dass einfach viel zu viel Stuss auf den Markt kam).

Deshalb war (m.E.!) ein Neptun völliger Quatsch, weil er auf Module setzte und Module waren 1995 einfach etwas, was keiner mehr haben wollte (und Käse hat es nur gemacht, weil sie dachten, mit ihrem Kindergartenkram auf ewig das Monopol behalten zu können, sie dachten vermutlich echt, sie können weiter die Hersteller an der langen Leine halten, wie gut dass Sony die zerstört hat)
Also hätte man den Neptun Nutzern auch gleich wieder empfehlen müssen "kauft euch das Mega CD"... oder halt "kauft einen Saturn".
Ich sehe hier gerade auf meinem selbstgebastelten Neptun, NBA Jam Tournament Edition ist ein 32 MBit Modul (4 Mbyte). Das war damals so unfassbar teuer zu produzieren.


docower

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Ja, sorry fürs Treadnapping :D Aber das Thema iädt so zu Diskussionen ein :D


Clorell

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Ich finde, gerade weil es für den Sega Neptun viel zu spät war, hätte man sich, bevor man beim Mega Drive noch auf Sega CD und 32X gesetzt hatte, lieber gleich voll und ganz auf den Saturn konzentrieren sollen.

Viel geiler wäre es doch gewesen, wenn der Saturn, der ja ohnehin noch einen Modulschacht hatte, gleich auch noch die Möglichkeit geboten hätte, Mega Drive, bzw. 32X-Module abspielen zu können, vielleicht auch noch Sega CD-Spiele. Zusammen mit einem Master System-Converter wäre das die absolut ultimative Spielemaschine gewesen. Was wäre das für eine geile Kiste so geworden.

Aber man war ja auch zu blöd, den Saturn gut zu vermarkten. In den meisten Läden war der Saturn schon so um 1998 nur noch mehr ein Nischenprodukt. Manche Läden hatten Sega zu dem Zeitpunkt schon ganz entfernt, während die Playstation in den Läden weiterhin der absolute König war, bis die PS2 mal da war.

Ok, es kam noch die Dreamcast dazwischen, aber Sega hat es ja auch hier noch gewaltiger versemmelt, obwohl die Kiste und eine Reihe an Spielen ja richtig geil war.
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docower

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Boah das wäre mega gewesen.

Stellt euch mal vor ein Mega Drive mit 32X und Mega CD ist sowas wie heute die PS5  und der Saturn wäre sowas wie die PS5 Pro. Man kann die Spiele auf beiden Geräten spielen, aber auf dem MD 32X CD halt mit geringerer Auflösung / Framerate.... Und Saturn kann die MD-Bibliothek abspielen.

Damit hätten die glaub ich den Markt gewonnen, weil die Leute ihr Mega Drive zu nem Mini-Saturn aufrüsten hätten können.


southflorida

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Flo (1)  ;)
Clorell, das aber hat Anfang 1994 niemand (würde ich sagen) absehen können. Damals wurde gesagt (und allgemein geschätzt), dass PSX und Saturn einen Tausender kosten würden. Und beide lagen in weiter Ferne. 3DO war mit solchen Preisen gerade am Scheitern.
Anfang 1994 war der 16-Bit-Modulmarkt aber schon ähnlich kaputt, wie beim Crash zehn Jahre zuvor: es gab fünf, sechs Spiele, die sich fett verkauften (wie ein Donkey Kong Country, oder NBA Jam), die anderen (dutzende, hunderte) waren Verlust. Aber die Spiele wurden immer größer, aufwendiger, teurer: noch 1990 war 4 Mbit Standard, jetzt waren es schon 16 Mbit.
CD's schienen diese Probleme lösbar zu machen. Das Sega CD war (wie 3DO) aber viel zu teuer, 520 DM als Hardware-Erweiterung (!) für eine bereits fünf Jahre alte Hardware!
Deshalb sagte man bei Sega Nordamerika Anfang 1994, es müsse eine Zwischenlösung geben. 32X war nicht dumm, aber wurde unfassbar schlecht oder wahlweise auch unglücklich angepackt.
In der Tat, als das Ding rauskam, konnten Importspieler schon Saturn und PSX kaufen. Und gerade diese Freaks waren es, die doch eigentlich für den 32X Aufsatz infrage kamen: Otto Normalverbraucher oder Familienmama baut nämlich kein Gerät mit zwei Netzteilen und diesem "Ding" (Spannungsschutz?), was man zusätzlich noch befestigen musste.
Sega hätte das als gutaussehendes Gerät einfach (im wahrsten Sinne des Wortes!) bringen müssen und das MD als Einsteigergerät (!) "ablösen". 299 Mark (heute rund 150€), Sonic & Knuckles und ein Virtua Racing/Fighter oder so dazu, so hätte man das machen müssen! Die Freaks waren eh eine Generation weiter.
Was man 1994 noch nicht "in der Form" ahnte: was auf PSX auch abseits vom Release als echte Systemseller einschlug (wipEout, Toshinden, Destruction Derby) und was als Preiskampf, Preiskrieg seitens Sony 1995-96 noch folgen würde. Im Nachhinein kann man sagen, hat Sega Fehler gemacht, aber 1994, selbst zur E3 1995, hätte glaub ich noch keiner den Saturn abgeschrieben.

Flo (2)  ;)
Denk eine/halbe Generation zurück bei deiner Rechnung. Nicht ein Saturn mit MD drin (kompliziert), sondern ein 32X (aber halt mit Formfaktor, wie das Bild von Faust obrn zeigt), das alle MD Spiele abspielt – so wie es der Emulator eben heute tut, Master System ist da auch mit dem Z80 noch drin. Man hätte es so einfach machen können. Das als 300 Mark Einsteiger Gerät, das quasi alle Sega Module des letzten Jahrzehnts schluckt, und den Saturn als die Profilösung. Stattdessen war ein 32X mit Mega Drive preislich auf Saturn-Niveau...


SegaMan

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Ich hab das MegaDrive (1) inkl. MegaCD (1) damals gekauft und damit sehr viel Spaß gehabt.
Das 32X hat mich hingegen nicht sonderlich interessiert eben WEIL Sega da schon den Saturn in der Pipeline hatte.

Geworden ist es dann aber zuerst die jap. PSX weil... ja weil mich die Bilder von Ridge Racer einfach weggeblasen haben :)