FF7R gestreckt und mit Beinahe Liasis zwischendrin nun in 37:00 und Lv. 36 durch. Viel zu kurz, denn ich hab viele Nebenaufgaben gemacht und in viele Ecken genauer geschaut!
Ich war vorher informiert, über das, was zu erwarten war, aber wenn man es in aller Konsequenz dann noch mal selbst spielt: wie wraith schon sehr treffend gesagt hat, man hat in den letzten ein, zwei Stunden komplett versaut, kaputtgemacht, was mühsam vor über 20 Jahren an (damals im Gaming einzigartiger) Storyline aufgebaut wurde. Diese Advent Children Scheiße hätte man nie, nie, nie, never einbauen dürfen und dieses ganze Weiterspinnen "Jahre später", um den Namen zu melken, hat im Hinblick aufs Remake absolut nicht gut getan. Da kann man einem Neueinsteiger heute nur sagen: spiel das alte FF7, als es den ganzen weitergesponnene Nebengeschichten Müll noch nicht gab (und auch noch nicht in Planung war), das hatte eine saubere, durchdachte und stringente Story. Das Gebotene jetzt = in der Nähe des Geisteskranken (Genie und Wahnsinn mögen oft nahe beieinanderliegen). Sowas braucht es einfach nicht. In der letzten Stunde hab ich übrigens Sequenzen mit "Überspringen" abgebrochen, weil sie zu langatmig und wirr waren.
Shinra HQ = im alten FF7 viel schöner "gruselig auf seine Art", ohne die ganze Spinnerei.
Es ist aber ein allgemeines Problem, das Spiele zu oft viel zu versponnen sind, um als "Kunst" anerkannt zu werden. Das verstehe ich mittlerweile immer besser (dass es "eben nicht" mit guten Opern oder Filmen mithalten kann), dass da einfach ein gewaltiger Gap ist.
Hätte man bloß nicht die Story verändert und "nur" die neue audiovisuelle Qualität geboten!!! Denn die Schauplätze bringen Midgar super rüber, was 1997 noch nicht so umgesetzt werden konnte.
Zum Spiel an sich:
FF7R bietet sehr gelungene RPG-Kost, Linearität stört nur insofern, dass man viel zu oft nur einen Teil aller Charaktere spielen kann. Das Waffen- und Materia-System ist unausgewogen, ich hab viel Materia erst gar nicht gekauft und hab auch z.T. die Anfangswaffen (völlig problemlos) und ich weiss eh nicht, wie das in einer nächsten Episode weitergehen soll. Es gibt zudem viel zu viel Materia.
Aber ansonsten ein schönes Hybrid Kampfsystem aus Action und Menüsteuerung, der Schockkram aus FF13 kommt auch recht gut und sorgt für Spaß.
Die Grafik schwankt zwischen Mittelmaß (Das Kapitel mit Jessie z.B.) und dem besten, was ich je in einem Spiel gesehen habe (einiges im Wall Market).
Die Hamauzu Musik auf Basis einiger Uematsu Tracks ist in der Nähe der Genialität. Gerade das Theme aus Sector 5, das es im alten FF7 noch nicht gab, ist hervorragend, der wahre Star, und wird in der Endsequenz dann noch mal mit Gesang aufgelegt. Grenzgenial auch das Turks Thene und die Choreographie eines Reno.
Werde jetzt noch bis Lv. 50 die Kapitel weiterzocken und optionalen Kram machen.