WS|Crew

Spiele, die ihr mal geliebt habt, aber schlecht gealtert sind.


Tyketto

  • Power Wolf
  • *****
    • Beiträge: 1778
    • Profil anzeigen
Spontan fallen mir da  3D Act. Adventures wie Soul Reaver oder aber Shadowman ein.

Damals voll Geil, heute unvorstellbar.
Also für mich  ;)
Und von letzterem soll sogar ein Remake kommen.... Zweifel ich habe.




"Wenn jemand zu einem sagt, man sei nicht mehr der alte, dann meint er in Wirklichkeit, dass man nicht mehr der Jüngste ist."


SegaMan

  • Power Wolf
  • *****
    • Beiträge: 7646
  • Mensch 2. Klasse
    • Profil anzeigen


Clorell

  • Power Wolf
  • *****
    • Beiträge: 6397
  • Zocker mit Leib und Seele.
    • Profil anzeigen
Also in der 16-Bit-Ära kann ich ansich kaum was sagen. Da gab es ja auch Spiele, die damals schon unerträglich schlecht waren, wie "Rise of the Robots", aber so richtig, kann ich nicht sagen, daß da etwas heute unerträglich ist, zumindest nicht von den Spielen, die ich mir gekauft habe.

Aber aus der 32/64-Bit-Ära gibt es doch so manches. Heute überhaupt nicht mehr spielbar ist die Tomb Raider-Reihe, weder grafisch noch steuerungstechnisch. Mit Resident Evil ist es auch so eine Sache. Die Panzersteuerung ist für mich heute nur noch schwer erträglich. Und optisch kann man höchstens noch die Dreamcast/Gamecube-Versionen ertragen. Selbiges gilt für Dino Crisis 1/2 auf der PSX. Furchtbar heutzutage.

Und weil Soul Reaver aufkam. Die PSX-Version finde ich heute noch einigermaßen erträglich, aber wirklich gut ist nur die Dreamcast-Version. Die kann sich auch heute noch sehenlassen.
Möge die Macht mit Dir sein.



Arena

  • Power Wolf
  • *****
    • Beiträge: 2079
    • Profil anzeigen
Naja, "gehen" tut das schon noch - und "funktionieren/zünden" ebenso.

Ich mein, nehmen wir mal beispielsweisse die Grafik und das "Rumgezappel" von Kyle Katarn in JK 2. DAS würde heute keiner mehr ansehen wollen - dennoch hab ich das Brett letzten Herbst gezockt und war hin und wech ...

Nach ziemlich kurzer Seh- und Steuerungs-Eingewöhnungszeit dominiert halt dann doch wieder "nur" das Spiel ansich. Und das ist (nochmal beispielsweisse) bei einem SOUL REAVER auch heute noch - GRAN-DI-OS.

Wobei, ja - doch, schlecht gealtert geht dann doch: N64 !

Nintendo 64 - mit orig. Hardware - per Standardanschluss angeschlossen ... gruseligst.

Aber nochmal und dennochst: ein "ehemals" schweinegeiles Game ist heute immer noch genauso schweinegeil. Schlecht gealtert - hin oder her.

* Amen *


Clorell

  • Power Wolf
  • *****
    • Beiträge: 6397
  • Zocker mit Leib und Seele.
    • Profil anzeigen
Wo Du gerade N64 sagst. Mittlerweile gibt es ja solche HDMI-Adapter für praktisch alle Konsolen, auch für das N64. Die haben scheinbar auch noch eine Art Filter drin, die das Bild dann verbessert und teilweise auch glättet, soweit ich das verstanden habe. Ich selbst verwende für das N64 ein S-VHS-Kabel. Auf RGB habe ich meines nie umbauen lassen.
Möge die Macht mit Dir sein.



link

  • Gast
3 Spiele sind mir noch eingefallen


Mario Kart SNES. Ich dachte immer früher war alles besser. Realitycheck  früher kannte man es einfach nicht anders. Vergleicht man Mario Kart mit den neueren Titeln ist es für mich schlichtweg langweilig.

Goldeneye - unglaublich dass ich das früher so oft gezockt habe

Twisted Metal 2 - Mein meistgespieltes Coop Multiplayer Game. Fast jeden 2. Tag habe ich das mit meinem Bruder durchgezockt. Heutzutage ist die Grafik und Steuerung nicht mehr tragbar leider.


southflorida

  • Gast
Was mir letztes Jahr sehr übel auffiel: Resident Evil 1 (Playstation Classic).
Keineswegs wegen der Steuerung (1A!), sondern wegen der heute wirklich nicht mehr zeitgemäßen Grafik und der abenteuerlich schlechten, wirklich miesen Dialoge in den "Filmsequenzen" (die natürlich auch mies aussehen).
Ich hab die überarbeitete Remake/Remaster Versionen (Gamecube, Xbox360) gespielt, die diesbezüglich natürlich auch eine gewisse "Dröge" aufweisen; generell hat sich bei Spielen im Laufe der Jahre auch einiges bei der "Professionalisierung" von Dialogen in Spielen getan. Aber die Version von 1996...? Oh je. Das ist ehrlich gesagt wirklich auch objektiv betrachtet weit (!) schlimmer als unsere fakultative Theatergruppe in der Schule (so um die 6. Klasse), wo wir aus meiner Sicht schon deutlich wirklich bessere und inhaltsreichere Konversationen aufgeführt haben.

Bei den alten Spielen kann man kein einfaches Pauschalurteil wagen: Wonderboy III (Master System) und ein Mickey Mania (Mega CD) sind immer noch gut spielbar, klingen gut und Letzteres sieht auch zeitlos gut aus, ich denke, da müsste niemand, der mit den heutigen Spielen aufgewachsen ist, die Nase rümpfen. Auch ein Sonic 1 ist zeitlose gut.
Aber leg mal ein Phantasy Star 2 ein, von dem ich 1993 fasziniert und hingerissen war, das heute mit Leierkastenmusik und unfassbar standardisierter Grafik und zähem Gameplay nur noch einschläfert. Der Genrekollege Shining in the Darkness aus jener Zeit hingegen wirkt auch heute spritzig, musikalisch begeisternd und toll gemacht.


Clorell

  • Power Wolf
  • *****
    • Beiträge: 6397
  • Zocker mit Leib und Seele.
    • Profil anzeigen
Goldeneye wirkte damals schon cool. Es sah für die damalige Zeit auch recht gut aus. Alleine die Gesichte der Schauspieler konnte man ohne Probleme wiedererkennen. Heute kann man sich das natürlich auch nicht mehr antun. Was Mario Kart angeht. Ich kann das heute noch ohne Probleme spielen, gar keine Frage, aber wenn ich mir das verdammt gute Mario Kart 8 Deluxe auf der Switch anschaue oder auch das vom Gamecube, dann spielt man doch lieber das. Gerade die Switch-Version vom 8er, macht ansich nahezu alles richtig, was man nur machen kann. Normale Rennen und Battle-Mode in allen Variationen. Und letzteres sogar gegen den Computer mittlerweile, wie man es auch aus Diddy Kong Racing kannte.

Ich sag es ja, die 32/64-Bit-Ära ist derart mies gealtert, daß es unfaßbar ist, daß man das mal beeindruckend fand. Die 128-Bit-Ära hat zwar auch bei ein paar Spielen Federn lassen müssen, aber das meiste Zeug kann man doch noch ganz gut ertragen. Ein God of War oder Shadow of the Colossus kann man auch heute noch spielen, ohne daß man gleich den totalen Augenkrebs bekommt.
Möge die Macht mit Dir sein.



SegaMan

  • Power Wolf
  • *****
    • Beiträge: 7646
  • Mensch 2. Klasse
    • Profil anzeigen
Vor allem N64/PSX/Saturn leiden unter den aktuellen Displays ganz besonders.

Das N64 sieht auf ner Röhre schon recht ordentlich aus, auf einem LCD direkt angeschlossen ist das schon ein Graus.
Mit OSSC oder Framemeister inkl. Scanlines wirds zwar wieder annehmbar aber die Röhre bleibt das Maß der Dinge.



southflorida

  • Gast
Phantasy Star war m.E. einfach mit unfassbarem Abstand das bei weitem beste und umfangreichste Master System Spiel, da kam nichts auch nur annähernd heran. Ich war schlichtweg überwältigt, als ich das Mitte Oktober 1990 (weiß ich noch) gekauft hab. Bis dato war Wonderboy - The Dragons Trap das schon mit Abstand Beste, aber Phantasy Star rockte alles. Das war ja schon zwei Jahre als PAL erhältlich, aber es kostete  um die 140 DM, was für mich mit Taschengeld einfach nicht zu machen war. Als es dann für 89,- verkauft wurde (aus meiner Sicht kein Sonderangebot, sondern schlicht falsch ausgepreist, die waren in den Kaufhäusern damals noch völlig inkompetent gegenüber Konsolenspielen), griff ich sofort zu.

Auf dem Mega Drive war zu dem Zeitpunkt gerade Phantasy Star II neu erschienen (war auch einer der ersten PAL Titel), aber es hatte nur 6 MBit (4 MBit hatten zu dem Zeitpunkt die anderen Mega Drive Spiele), also nur wenig mehr, als der Vorgänger auf dem Masutā Shisutemu. In eigentlich allen Belangen war der zweite Teil ein Kompromiss, es gab nicht mehr die Hintergrundgrafiken bei den Kämpfen, es gab nur zwei (statt drei) Planeten. Natürlich hatte die Mega Drive Grafik bessere Auflösung und mehr Farben, aber durch die wohl speicherplatzbedingten (Modulspeicher war damals unbezahlbar teuer) Kompromisse wirkte diese Version farblos und dröge.

Das Problem war wohl, dass einerseits das Mega Drive neu war und die ersten Spiele nun wirklich nicht im Ansatz die Konsole ausreizten, wenn man an die Titel von 1989 denkt... Super Thunderblade, Space Harrier II, Alex Kid in the Enchanted Castle, Sword of Vermillion... ohjeohje... Kein Wunder, dass gerade am Anfang die Verkaufszahlen des Mega Drive herumdümpelten.

Das erste 16 MBit-Modul war 1992 Street Fighter II (SNES), da war das noch etwas Besonderes, auf dem Mega Drive zogen kurz danach Landstalker und Streets Of Rage 2 nach und mit dieser Speichermenge konnte man dann auch etwas aus der Konsole herausholen.  Schon 1994 gab es im Grunde kaum noch Titel mit weniger als 16 MBit.

Genau das Problem hat auch das N64.
Das Ding war von der Hardware im Grunde konsequent besser als die PSX (Perspektivenkorrektur, bilineares Filtering, Anti-Aliasing), aber durch die verschiedenen Flaschenhälse konnte man das damals nicht ausschöpfen. Man hätte 1997/98 ja gedacht, dass ein Resident Evil 2 nicht im Ansatz auf N64 machbar ist, am Ende stand die beste RE2-Version auf dem N64.
Was gab es bei Entwicklung des N64 noch nicht: leistungsfähige Musikkompression (ja, .mp3 und Vergleichbares kam gerade Mitte der 1990er langsam auf, aber .mp3 brauchte auch eine adequate Rechenleistung, auf einem 100 MHz PC war eine heute "auf jedem 20€-Billigsthandy easy machbare Veranstaltung" bereits eine "Killerapplikation") und brauchbare Modulpreise.
Schon die ersten N64-Spiele mussten dadurch "Mondpreise" von 150-170 DM erreichen, weil die halt schon "leer" 50-100 DM kosteten, während eine CD schon damals vielleicht "eine Mark" kostete. Die Nintendotitel (99 DM z.T.) waren anfangs subventioniert, was viele 3rd Parties natürlich auch ankotzen musste. Das war wohl der Anfang, warum viele einfach auf andere Systeme ausgewichen sind, und später die Nintendokonsolen das Gros der Entwickler verloren haben, natürlich auch wegen der Preispolitik. Ein Forsaken kostete auf PC halt 90 DM, auf Playstation 100 DM und auf N64 160 DM, wie soll man das den Leuten vermitteln, auch wenn dem Insider die Ursache dieser Problematik klar ist.
Als genügend große Module halbwegs bezahlbar waren, kamen auch gutaussehende N64-Spiele (Resident Evil 2). Fällt die Speicherhürde weg, kann das N64 mit 100 MHz und 4 oder gar 8 MB RAM konsequent mehr auf die Beine stellen, als die PSX, aber das griff erst langsam zu einer Zeit, als das N64 quasi tot war.
Und mit brauchbaren Musikkompressionsroutinen (die meines Wissens Factor 5 für Nintendo entwickelte) konnte man auch voluminösere Soundtracks in die Module quetschen, was in der Anfangszeit noch gar nicht ging.

Heute könnte man ein "Final Fantasy VII" vermutlich auf ein bezahlbares N64-Modul packen und das Spiel könnte dann die gegenüber PSX bessere Hardware auch nutzen.