Das Ding kurzerhand mit
Resident Evil 1 gekauft, sah es zunächst rosig aus, alleine schon wegen des Capcom Deals, der alle Resident Evil Teile dem Cube bescheren sollte.
Doch schon bald wurden die Gesichter länger: mit Schrecken erinnere ich mich noch heute an eine Gamepro, mit der ich im Juni 2003 im Starbucks saß, es war die mit den E3 Messebericht: während man an der PS2 kaum noch vorbeikam (schwach war ja ihr Start zwei Jahre zuvor gewesen) und für die Xbox immer mehr gute Spiele aus allen Genres erschienen, während die Konsolen online gingen (was der Dreamcast schon Jahre vorher vorgemacht hatte), stellte Nintendo als seine "Messesensation" den GBA Link mit einem Vierspielermodus vom Uralt-Spiel
Pacman (!) vor.

Diese E3 war ein solcher Tritt in den Hintern für mich, ich hatte voll aufs falsche Pferd gesetzt. Dann noch das
Bubu Babu Final Fantasy, "toll".

"JETZT SEI MAL NICHT ANGEPISST" wollte N-Zone einem dann noch weismachen, das sei doch alles voll super.
2003 ließ sich dabei zumindest noch halbwegs gute Miene zum bösen Spiel machen, es gab noch einigermaßen viele Spiele, z.T. auch Sega-Umsetzungen vom Dreamcast. Erinnere mich an
Skies of Arcadia und
Sonic DX. Nintendos Cube-
Metroid ließ mich hingegen auch nach einigen Stunden völlig kalt ("was ist daran gut?"), immerhin gab es einige Capcom Prügler und zu der Zeit mochte ich auch die EA Sportspiele und EAs
Medal of Honor: Rising Sun.
2004 mutierte dann schon zu einem Endlos-Wartejahr auf
Resident Evil 4, das dann erst 2005 in einer (auch noch abgespeckten) PAL Version erschien.
Die teils quartalslangen Wartezeiten 2004/2005 auf vereinzelte "Highlights" brannten sich in mein Gedächtnis als die spielemässig schlimmste Saure Gurken Zeit ever, dagegen waren Saturn und Dreamcast zu ihrer Zeit regelrecht überversorgt. Längst hatte ich mir die PS2 gekauft, um überhaupt noch was von aktuellen Spielen mitzubekommen. Ein
GTA Vice City, ein
Out Run 2, ein
Manhunt, ja am Ende selbst Hüpfer wie
Crash Bandicoot, dafür musste man schon was anderes als den Gamecube haben.
2005 stand ich sogar noch auf der Seite von Nintendo, investierte in den DS und wartete durchaus interessiert auf den Gamecube-Nachfolger. Doch während der Cube für 90 Euro incl. Resident Evil 4 verramscht wurde, sollte das neue Ding nur ein übertakteter Gamecube werden, nun aber für 250 oder 300€... schönen Dank auch! Für den GC gab es die Spiele natürlich nicht mehr, obwohl sie im Grunde auf nahezu gleicher Hardware liefen. Dieses "Ätsch" nach quasi nur drei Jahren war dann auch mein Bruch mit der Kindergartenfirma.
Im Februar 2006 endete der dröge Traum mit dem Kauf einer Xbox 360, was den Cube direkt in der Mottenkiste verschwinden ließ.
Dazu sei ergänzt: die Konsolen Generation 2002-2006 ist allerdings auch ziemlich mau... Es ist nicht mehr der gute alte Pixelkram aus der Jugend, sondern zumeist grafisch und spielerisch ziemlich schlecht gealterter 3D Stoff... ein
True Crime New York will man sich heute nicht mehr angucken! Auch ein
GTA San Andreas auf den modernsten PCs jener Zeit nicht... Oh Gott... Und auch steuerungsmässig waren die Spiele jener Zeit mit zumeist mieser automatischer Kamera (nur ein Analogstick) eher ein Graus.
Zudem war es die langweiligste Ära: nicht mehr wie C64, Amiga, Mega Drive, wo alle paar Wochen quasi was völlig Neuartiges kam, ständig Genres neuentstanden. Es war aber auch noch nicht die Zeit der "App Stores", wo man für relativ kleines Geld Indie Spiele herunterladen kann. Vielmehr war die Gamecube (PS2, Xbox)-Ära von Anfang bis Ende geprägt vom 60€ Vollpreisspiel, und es gab davon beileibe nicht nur Gute... etwas Gewagtes brachte keiner mehr, es war die Zeit der ausgetretenen Ideen und Risikolosigkeit, preislich kleine "Versuchsballons" wie in den Jahren danach gab es nicht.