Tony Hawk ist bei mir ab November/Dezember eingeplant. Quasi als Gegenpol zum Mammutwerk Cyberpunk 2077.
Freue mich dann wieder den Kindern zu zeigen wie Combos in Millionenhöhe gehen
Gear of War 4Das Spiel schafft es den Spagat zwischen der alten und der nachrückenden Generation gekonnt zu schlagen. Immer wieder wechseln sich naive und teilweise dümmliche Sprüche der "Kinder" mit der Badass-Attitüde eines Marcus Fenix ab. Und spätestens als dann die alte Gang wieder zusammen ist war es dann komplett um mich geschehen.
Sonst ist die Story ungewöhnlich anders für ein Gears of War. Hier geht es nicht um die Rettung der Welt oder die Auslöschung der Locust. Es sind vielmehr die "Probleme" einzelner Hauptcharaktere die gelöst werden sollen. Also quasi ein Mikrokosmos im großen Gears Universum. Und das funktioniert überraschend gut. Die Hauptmission ist es Reyna, Kaits Mutter, aus den Fängen der Locust zu befreien wodurch sich Töchterchen mit JD Fenix und später auch Marcus auf den Weg durch die 24 Stunden Reise macht. Hier ist Abwechslung groß geschrieben, es verschlägt die Gruppe in unterirdische Tunnelsysteme, einem Anwesen, Kraftwerke oder gar mittels großer Kampmechs auf Zerstörungskurs.
Neue Gegner wie Roboter, insektenähnliche Spinnen oder Locust Häuptlinge machen JD und Co. das Leben zur Hölle.
Das Gameplay läuft nun noch flüssiger von der Hand, kleine aber feine Verbesserungen machen es möglich.
Die Kampagne ist die Kürzeste in der gesamten Serie. Nach knapp 6 Stunden habe ich auf Hardcore die Credits gesehen.
Grafisch ist GoW 4 eine Augenweide. Knackscharfe Texturen, massig Effekte und Stürme und Skyboxen die nie besser ausgesehen haben.
Bei der Musik bin ich etwas enttäuscht. Hier sind die Tracks aus den Vorgängern um einiges spannender, brachialer und epischer als in diesem Teil.
Ansonsten wird eben gewohnte Gears Kost geboten. Man weiß quasi ganz genau wann und wo die Gegner kommen, wann eine Cutscene statet und wie einen das Spiel nun durch die Level jagt. Der Schwierigkeitsgrad ist auch so eine Sache. Auf Hardcore ist es schon recht fordernd aber nicht selten verbringe ich viel Zeit beim Robben da mich Geschosse aus den abenteuerlichsten Stellen treffen und die Gegner sind recht dumm wenn es darum geht mir den Rest zu geben. Die rennen quasi erstmal von mir weg um meiner Party die Chance zu geben mich zu heilen.
Auch sind einige Bosse anspruchslos und das Ziel besteht nur darin alles was man an Munition und Waffen hat abzufeuern - im Zweifel auch mit immer weiter anrückenden Gegnerwellen.
Dennoch: Teil 4 ist für Fans der ersten Trilogie ein Muss. Es macht Laune, die Feuergefechte sind immer noch mit das Beste was es gibt und es entwickelt sich wie 2006 immer noch der Sog "Ach komm, ein Kapitel schaffe ich noch".