Ich will nicht im Text schon lesen, was gut ist oder schlecht. Das Spiel soll im eigentlichen Text beschrieben werden, damit sich Leserinnen selbst die Meinung bilden können, und die Meinung gehört davon separiert.
Das widerspricht aber irgendwie dem heutigen Ansatz des "New Game Journalism" (u.a. die von Spirit erwähnte GEE gehörte ja in dieses Lager), der ja von diesen "objektiven" Produkttests wegkommen will, weil Games (zumindest theoretisch) kein klassisches Produkt, sondern (in Ermangelung eines treffenderen Begriffs) Kunst/Kulturgut, oder?
@Topic
Die User-Reviews bei Steam bestehen ja häufig sogar ausschließlich aus einer (mehr oder weniger umfangreichen) Pro & Contra-Liste. Was haltet ihr denn davon? Also diejenigen von euch, die solche Listen prinzipiell gut finden. Theoretisch könnte man ja auch einen kompletten Test nur in Form von sehr ausführlichen Plus- und Minus-Punkten umsetzen.
Ich persönlich bin auch eigentlich eher der Typ, der gar nicht will, dass ein Spiel im Test bis ins kleinste Detail seziert wird. Ich will heute eigentlich meist nur einen groben Eindruck vom Spiel bekommen, der mir genug Infos gibt, um abschätzen zu können, ob das Spiel grundsätzlich für mich interessant sein könnte. Wenn es interessant ist, dann kaufe ich es und bilde mir selbst ein Urteil. Da ich Spiele sowieso nur noch sehr selten zum Release kaufe (und auch dann eigentlich nur Indiegames), kosten die Spiele ja ohnehin nicht mehr so viel und außerdem bin ich ja kein Teenager mehr, der um jeden Preis verhindern muss, dass er sein knappes Taschengeld in das falsche Spiel investiert. Zur Not kaufe ich halt das nächste Spiel oder zocke was aus dem ohnehin monströsen Backlog.