Ich bin jetzt in Kapitel 8 angekommen.
Was ich vom Spiel bisher halte ist der größte Gewissenskonflikt, den ich je in meiner Videospielkarriere erlebt habe.
Es schwankt in meiner Wahrnehmung regelmäßig zwischen "kompletter Quatsch" bis hin zu "GotG". Das betrifft vor allem die Neuausrichtung der Story. Einige hinzugedichteten Erzählungen und Mechaniken sind trivial, öde und nicht wirklich FF VII-like. Die Motorradszene ist nett gemeint, versagt aber auf kompletter Linie.
Das erfüllen von Nebenquests in den Slums als "Alleskönner", das sammeln von Kampfdaten für Kinder oder Barrets stellenweise überzeichnete Charakterzüge sind etwas was ich mit einem fragenden Auge beobachte. Dies habe ich seinerzeit nicht so Empfunden bzw. erlebt. Auch sind die Schlauchlevel gewöhnungsbedürftig. Aber auch hier war das Original nicht anders aufgestellt. Jedenfalls in Midgar.
Dann gibt es noch das andere Extrem: Die Hauptcharaktere sind perfekt geschrieben, die neue Präsentation füllt diese mit Leben, Charakter und macht alle unglaublich sympathisch.
Der Soundtrack, vor allem mit den klassischen Songs macht echt was her. Die Auffüllung der Spielzeit durch Nebenstränge die es im Original nicht gab (Kapitel 4) sind interessant und fügen sich toll ein.
Dann noch Midgar: SO und genau so habe ich mir die Stadt vorgestellt. Immer wieder ertappe ich mich nach oben auf die Platte zu schauen und diese mächtige Megacity den nötigen Respekt zu zollen.
Beim Kampfsystem bin ich noch unschlüssig ob ich es genial oder schlimm finde. Momentan tendiere ich zu ersterem.
Ich bin gespannt wie es weitergeht, wann es wirklich endet und ob ich es als gelungenes Remake, Fan-Enttäuschung oder SE größtes Verbrechen an die Spielerschaft reviewe.