Bei RE1 und gerade RE2 waren die Story sowie Schauplätze im Grunde schon sehr gut und auch realistisch (Pandemien kennen wir nun auch reell und in "Weskers Gedanken" - in irgendeinem Capcom Buch drin, hab ich gelesen - ist die Rede von einer Ebola-ähnlichen Geschichte, an der dann weiter geforscht wurde).
Kranker wurde es ab Code Veronica (Antarktis) und vor allem RE0, wo man immer mehr abstrusen Kram dazuerfand (Beschwörer wie in Final Fantasy, Luxuszug mit vier Meter Spurweite, im Mittelwesten der USA, wo Eisenbahn einen geringeren Stellenwert hat, als Kutschfahrten im Ruhrgebiet, alles klar), wohl auch, weil ja alles in den zeitlichen Kanon weniger Monate im Jahre 1998 (als das alles passierte) passen musste, man aber aufgrund kommerzieller Gründe jedes Jahr ein neues Spiel brauchte.
Mit RE4, (natürlich US-)Präsidenten Tochter und riesiger Spukschlösser mit 200 Zimmern irgendwo im dichtbesiedelten europäischen Land Spanien, deren Bau aber vor Leon offenbar niemand bemerkt hatte, wurde es abstrus und irre.
Man hat da mehr zerstört, als hätte man mit dem an sich schon überflüssigen RE3 die Serie beendet. Ab da gab es über Racoon City nix Neues mehr zu erzählen.
Schlimm auch hier die Amerikanisierung und Vollverblödung. Generell wäre mal ein Spiel (auch abseits RE) in der russischen Stadt Norilsk interessanter, als der immer gleiche Scheiß auf dem immer gleichen Kontinent und den immer gleichen amerikanisierten Helden.