Ja, genau so war es. Wie oft war ich in Mathe an verschiedenen Aufgaben dran, wo ich mit dem "typischen" Lösungsweg, wie ihn uns die Lehrer vermittelt haben, einfach nicht klar kam. Hatte ich einen anderen Lösungsweg, obwohl der auch zum richtigen Ergebnis geführt hatte, dann wurde es dennoch stur als falsch bewertet, mit der Begründung, daß das nicht der Weg ist. Irgendwann resigniert man dann auch, wenn jede andere Möglichkeit im Keim erstickt wird.
Das war aber nicht nur in Mathe so, sondern auch in den ganzen anderen Fächern, bei fast allen Lehrern. Immer alles stur machen. Das ist heute noch so. Ich erinnere mich noch, als mein Kurzer in der Grundschule noch mit der Art, wie sie multipliziert und dividiert hatten, Probleme hatte. Die hatten das derart kompliziert gelernt, daß ich mich selbst da erst einmal zurecht finden mußte, wie die auf den Weg gekommen sind.
Anstatt man es aber so macht, wie es meine Eltern und ich schon gelernt hatten, mußte es genau so sein. Ich habe meinem Sohn unseren Weg beigebracht, was er logischerweise gleich kapierte und viel einfacher fand. In der Arbeit wurde es auch wieder als falsch beweretet, obwohl das Ergebnis richtig war. Mit rot wurde reingeschrieben, daß das nicht der Weg ist. Ja, leckt mich doch am Arsch, ihr elendigen, sturen Dreckslehrer.
Und bei solchen Methoden sollen Schüler motiviert bleiben? Aber sicher doch.
Kein Wunder habe ich damals wie heute an Mathe einen unglaublichen Groll bekommen. Mein Sohn regt sich auch oft auf, warum viele seiner Ideen, die aber meistens funktionieren, nicht angewendet werden dürfen.