Hab eben mal wieder Wonderboy III eingelegt und das Problem bei diesem Spiel analysiert:
- extrem biestiges Verhalten der Gegner. Meist kommen sie auf Sprung- oder Flugbahnen, wo sie einen stets treffen, man selbst jedoch ungünstig treffen kann. Würde man heute so kaum noch auf den Markt bringen. Was bei The Dragons Trap "überall" passiert, gibt es jetzt vielleicht noch in der härtesten Welt eines Spiels.
- völlig übertriebenes "Abprallen" von Gegnern. Meist fällt man dann in Abgründe, aus denen es lange dauert, wieder zurückzukommen. Oder man fällt gleich mal in Lava, bei der man dann auch nicht schnell rauskommt, sondern immer weiter Energie verliert. Oder man wird in den nächsten Gegner geschleudert, heute ein No Go.
- oft fällt man auch herunter in Bereiche, aus denen man je nach Tierart schlecht wegkommt und oft repetitiv immer die gleichen Wege zurückgehen muss. Viel Lauferei für nichts.
1990 war das absolut geil, weil es so eine Art von Spiel bis dato so gut wie nicht gab: Jump&Run mit Adventure-Elementen, wo es so viele völlig unterschiedliche Bereiche gibt und das ganze quasi eine Metroidvania-Welt ist.
Aber 1990 hat man auch ein Alex Kidd eine Stunde gezockt bis fast zum Ende und wenn man dann draufging, hat man es wieder probiert. Wir hatten ja nichts. Speichern war eine Seltenheit, man war ganz andere Herausforderungen gewöhnt. Auch ein Sonic 1991 brachte sechs Welten mit je drei Acts, und man musste das Durchspielen ohne Speichern, was gerne mal zwei Stunden dauern konnte. Heute lässt sich kaum noch jemand auf sowas ein.