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Das Zeitalter der Updates

Legio X

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Das Zeitalter der Updates.

Ich habe ein altes Handy mit Android, welches ich als Zweithandy nutze.

Zwei Wochen hatte ich das Ding ausgeschaltet. Nachdem einschalten mussten 15 Apps aktualisiert werden.

Eigenttlich muss fast jede App in ein, zwei, drei oder vier Wochen Rhytmus ge-updatet werden.

Danach Xbox One eingeschaltet. Entweder Offline bleiben oder Update fahren. Das kann schon mal etwas länger dauern.

Danach den Laptop eingeschaltet und tata auch hier wird ein Update gemacht.

Und dann noch die ganzen Spiele Updates auf den Konsolen, welche schon mal fast 100 GB groß sein können.


Ich denke manchmal verbringe mehr Zeit beim Zuschauen von der Installation der Updates als beim Spielen auf Konsole oder Nutzen des PCs.


Deshalb klassifiziere ich dieses Zeitalter, als ...

tempus terere in senectute


« Letzte Änderung: Dezember 19, 2022, 06:02:13 Nachmittag von Legio X »


Clorell

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Bei Windows merkt man zumindest nicht sonderlich viel, weil man alles ziemlich schnell im Hintergrund machen kann und mit SSDs fällt nicht einmal ein Neustart lange aus. Beim Android-Handy oder beim iPhone, finde ich es hingegen schon nerviger, weil hier die Installation und Konfiguration, inklusive Neustart, einige Minuten dauert.

Sehr nervig bei den Handys finde ich aber die ganzen Updates, der ganzen Anwendungen. Es gibt nahezu keinen Tag, wo nicht mindestens zwei Apps irgendein Update wollen. Mich nervt sowas eigentlich nur noch. Ist richtig lästig irgendwie. Klar will ich meine Software und Geräte schon aktualisiert haben,  aber doch nicht so dermaßen oft.
Möge die Macht mit Dir sein.


southflorida

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Der schlimmste Müll ist m.E. mittlerweile der Adobe Kram.
Photoshop CC ist in der aktuellen Version einfach nur noch grotesk schlecht. Gegenüber der vorherigen schon sehr schlampigen Version (war glaube von 2020), hat sich die "2022"-Version noch einmal grotesk verschlimmert. Weitere Einstellungen sind "anderswohin" gewandert. Dann hakt beim Start das Programm erstmal und das auf einem 16 GB Rechner mit drei Jahre altem Core i7, wo die vorletzte Version noch flüssig und schnell lief.
Mit am Allerübelsten in einer ganzen Reihe von Nervereien stößt der unheimlich BESCHEUERTE Speicherdialog auf: erst einmal "natürlich" soll man in der "Cloud" speichern, es bedarf einiger Umwege und Extraclicks, um eine Datei z.B. einfach nur auf dem "Desktop" abzulegen. Dann werden die Nutzer in Apple-Manier inzwischen so weit an der Hand genommen, dass man ein Bild mit Ebenen nicht mehr einfach als .jpg "speichern" kann (auch wenn man das möchte), man "muss" es "exportieren", was weitere Extrawürste erfordert. Und diese Info gibt es logischerweise dann, wenn man sich im Hipster Speichermenü bereits an "Cloud" und idiotischen voreingestellten "Schwachsinnsordnern" vorbeigefummelt hat: dann muss man sich nach der "required" Änderung auf "exportieren" von neuem dort hinfummeln. Was für eine Idiotie!!
Weitere "nette" Falle: im Gegensatz zu früher (als man das Programm gekauft hatte) gibt es durchaus
Schriftarten, die ein "Ablaufdatum" (z.B. 01. Januar 2023) haben, weil die dann nicht mehr lizenziert ist. Kann sein, dass du etwas mit dieser Schriftart gestaltest und ab Januar kriegst "Platzhalter", weil die Schrift gelöscht ist. Du müsstest die Schrift dann KAUFEN, obwohl du ja schon ein Abo für die Software bezahlst. "Super"!

Inzwischen ist es m.E. echt gut, wenn man eine fünf bis zehn Jahre alte (Kauf-)Version von PHOTOSHOP ELEMENTS hat. Hier sind viele Dinge noch lange so geblieben, wie in Photoshop CS. Nur ganz so alt sollte das Programm nicht sein, weil halt Mehrkernnutzung und Optimierung auf bestimmte Prozessorfeatures natürlich auch drin sein sollte.

Mit der oft besungenen Alternative AFFINITY PHOTO werde ich leider überhaupt nicht warm. Ich kann nicht brauchen, wenn ich "überlegen" muss, wie irgendwas funktioniert (und einiges ist halt eben doch etwas anders als in PS), die Arbeit muss schnell gehen.
« Letzte Änderung: Dezember 19, 2022, 08:36:40 Nachmittag von southflorida »


southflorida

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Plötzlich funktionierte es nicht mehr, aus der Taskleiste heraus Photoshop zu starten und auch die .psd-Dateien von Photoshop ließen sich nicht mehr öffnen.

"Natürlich" wusste ich sofort, was Sache war: Photoshop hat mich mal wieder mit einer neuen Version "beglückt". Herzlichen Glückwunsch!! "Sie haben einen neuen Computer".

Die Dateiverknüpfung zu .psd wurde eigenmächtig aufgehoben. Vermutlich wurde irgendwas verändert, dass Windows nicht mehr das bisher damit verknüpfte Programm erkennt. Ich werde mich nicht bemühen, dass wieder herzustellen. Ich bin ja kein Dompteur.
Man müsste .psd Dateien jetzt also stets aus dem missglückten Photoshop heraus öffnen. Ich denke, es wird endgültig Zeit, den Adobe Müll komplett hinter sich zu lassen.
Das Programm ist gefühlt NOCH langsamer und schwerfälliger geworden, aber das kann ich nicht durch "Benchmarks" belegen. Weiter oben hab ich beschrieben, wie es funzt.
Zudem wird seit neuem ein Logfile namens "gude_aktuelles_datum.log" in jedem Ordner angelegt, auf den man mit Photoshop zugreift, die man jedesmal im Papierkorb entsorgen darf (was natürlich erst geht, wenn das Programm beendet ist). Es reicht langsam.


wraith

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Mich kotzt das schon im Beruf an. Dauernd Updates. Dauernd wird am Rechner was geändert. Dauernd muss man seine Daten sichern. Und hat man da frei oder Urlaub, muss man mühsam den ganzen Scheiß, den man täglich braucht, wieder zusammensuchen.

Für jedes Kackprogramm ein extra Passwort. Und da reichen normale ja nicht. Es muss inzwischen 8 Stellen haben, Zahlen dabei, Sonderzeichen....Alter, wie in Area51. Schlimmer.

Mich kotzt das aktuelle Arbeitsleben nur noch an. Wenn alles klappt, hau ich mit 57 ab, also in 3 Jahren.

Was hat man uns alles erzählt von der "papierlosen Fabrik", wenn erstmal alles digitalisiert ist. Ich hab damals schon auf Japan verwiesen, dessen Papierverbrauch auch nicht weniger wurde. Dieser ganze Mist ist mehr Fluch als Segen.
Jeden Scheiß musste dreimal ausdrucken und aushängen.

Wie gesagt, es ist nimmer schön......
"The controller has been the biggest barrier separating gamers from the world of designers." (Peter Molyneux, Juni 2011)
"Der Controller wird weiterhin das A und O bleiben aufgrund seiner besseren Genauigkeit und der Haptik." (Ich,KT,  Juni 2011)
"Es wird ernsthafte Natalspiele geben" (KT-User XY)


Faust

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Von der "Digitalisierung" (der Arbeitswelt & des Lebens) halte ich mittlerweile gar nichts mehr.
Mal ein paar Gänge zurückschalten. Langsamer arbeiten, langsamer leben. Analog, zuverlässig, unabhängig.

Updates sind eine wahre Pest. Zumal nicht selten im unklaren ist was genau da an neuen Daten & Funktionen hinzugefügt bzw entfernt werden.

Auch die Nötigung alle möglichen Nutzerbedingungen abzunicken ist grauenvoll.

Man wird förmlich vor die Wahl gestellt: Mach mit, sei drin. Oder sage nein, bleib allein und sei draußen.
Diese Form der Segregation haben wir ja bereits erleben dürfen. ;)