Die Seuche war Windows 8, dass man den schwachsinnigen "App"-Müll aus Zeitgeist Gründen integrierte und ein unausgegorenes System herauskam mit mehreren Systemsteuerungen, mehreren vorinstallierten Videoplayern, mehreren Bildanzeigen usw.
"Apps" waren und sind Hipster Blödsinn. Man fing dann auch an, ein 1000€ Programm wie Photoshop als "App" zu firmieren und machte auch solche Programme damit kleiner, als sie sind. Natürlich war und ist Photoshop eine "Applikation", aber durch den willkürlichen Bruch mit den alten Bezeichnungen und der Verwirrung komplett unterschiedlicher Arten, sie zu installieren, hat man viel kaputtgemacht. Dabei war die Desktop Oberfläche von Windows 8.1 nachher richtig gut, würde ich dem sperrigen Windows 7 ohne Weiteres vorziehen. Der Hang zu Windows 7 vieler erinnert mich an den Hang zum grottigen Windows XP. Wenn dann manche Klugscheißer auf die Idee kommen, noch die Updates für Windows XP embedded zu installieren ("ha ha, so kann man sich immer noch den Umstieg sparen"), damit ein 19 Jahre altes OS weiter funktioniert, frage ich mich eher, welchen Geisteszustand die haben. Windows XP sah ja weder schön aus, noch war das so, dass es wirklich rund funktionierte. Und ich weiß nicht, jeder moderne Prozessor muss da gnadenlos schlecht laufen.
Hatte auch mal eine alte Photoshop Version sehr lange genutzt (von 2002 bis 2014 oder so was, über zehn Jahre, wollte halt viel Nutzen aus der Investition ziehen), aber da zeigte sich bei einer neuen Version, dass die so viel besser funktionierte. Die alte Version war halt noch überhaupt nicht auf Multi Core Technologie ausgelegt (und logischerweise auch 32 bit), da war das neue Programm dann wirklich um ein Vielfaches (!) schneller bei großen Dateien. Zum Teil kann man es m.E. auch übertreiben mit dem Verbleiben bei alten Programmversionen oder Betriebssystemen.