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Eure Konsolengeschichte

Clorell

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Ich finde, generell wirkte das Sega-Zeug damals einfach wesentlich moderner, als das Zeug von Nintendo. Wenn ich mir die grafischen Möglichkeiten eines Master Systems anschaue und dann mit dem NES vergleiche, dann ist das schon ein enormer Unterschied. Ich schaue mir zum Beispiel auch das erste Sonic darauf an. Das sah so derart gut aus. So etwas bekam man auf dem NES eigentlich nicht zu sehen in der Grafikpracht.

Zu Zelda sage ich mal so. Mir hat der erste Teil durchaus auch gefallen, aber den zweiten Teil fand ich schon sehr interessant gemacht. Hier hatte ich auch so richtig das Gefühl, ich wäre in einer Fantasy-Welt, wie in einer Art Fantasy-Film. Und dann kam irgendwann ja Zelda III, das ich, genau wie andere Spiele, die so aussahen, bis einschließlich 1996 noch verschmähte. Das Einzige Spiel, das ich davor wirklich gezockt hatte, war Soleil auf dem Mega Drive, welches ich übrigens bis heute für das deutlich bessere Zelda zu der Zeit gesehen habe. Ich hatte das damals aus der Videothek 1994 ausgeliehen und war fasziniert davon. Dennoch fand ich bis 1996 die ganzen Zelda-artigen Spiele auf Nintendo furchtbar. Dann kam wie schon beschrieben auf einmal der Wandel. Aber meine Meinung besteht bis heute. Soleil war für mich immer das bessere Zelda.

Anders als bei Dir, mein lieber docower, durfte ich auch unter der Woche zocken, aber da war halt aufgrund von Schule meistens halt doch nicht so viel möglich. Dennoch haben dadurch die Schulnoten gelitten, weil ich damals nichts mehr anderes im Kopf hatte, außer Zocken. Es gab damals nichts, das wichtiger war. Deshalb hatte ich auch recht spät mit den Mädels angefangen. Und am Wochenende wurde natürlich gezockt bis zum Ultimo. Und ja, ich habe Videospiele damals ebenfalls noch ganz anders aufgenommen als heute. Und weil Du gerade solche Falschmeldungen genannt hast. Das war damals bei Mortal Komabt I und II ganz extrem. Was da alles an Unsinn erzählt wurde, was man alles für Geheimkämpfer bekommen und daß man die Endgegner ebenfalls irgendwie nutzen kann. Das hatte fast schon was Mystisches damals. Wir waren halt Freaks.
« Letzte Änderung: August 25, 2020, 09:27:22 Vormittag von Clorell »
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und ich weiß nicht wie es euch ging, aber bei uns wurden in der Schule auch viele Hoaxes verbreitet ^^

Alter, über die Theorien wie man bei Maniac Mansion an das Benzin für die Kettensäge kommt, hätte man ein Buch schreiben können.



Clorell

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So ähnlich war es ja bei den 16-Bit-Geräte auch. Das Mega Drive kam in Japan im Oktober 1988 (Bei uns im November 1990.) heraus, während das SNES erst im November 1990 (Bei uns erst im Mitte 1992.) herauskam. Klar war da natürlich mehr Zeit, mehr Farben oder bessere Grafik zu zaubern, was man ja auch regelmäßig gesehen hat. Nur fand ich halt den Unterschied zwischen SNES und MD nie wirklich so enorm wie beim NES und MS.

Zumindest kann man aber sagen, daß einige spätere NES-Spiele schon nicht schlecht aussahen. Ein Super Mario Bros 3 sah damals schon wirklich gut aus. Konnte zwar natürlich nicht mit einem Sonic vom SM mithalten, sah aber dennoch klasse aus. Ich halte es einfach so und mag sowohl Sega als auch Nintendo. Keins von denen wollte ich missen. Nur ist die Liebe zum SNES und seinen Spielen halt im Nachhinein doch noch einmal etwas größer als zum Mega Drive. Spiele wie Mega Man X, Donkey Kong Country, Super Mario World, Zelda III, Secret of Mana, Super Metroid, Castlevania IV und so viele andere, sind halt schon enorme Granaten gewesen, die ihres Gleichen gesucht haben.

Das war halt damals das, was seit damals die Playstation ist, nur mit dem Unterschied, daß letzteres seit der Existenz bis heute praktisch die Nummer 1 ist, was Nintendo nicht mehr erreicht. Die Welten, die man auf Playstation zu sehen bekommt, sind halt unglaublich fantastisch. Und das war früher beim SNES nicht anders.
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Ich müsste lügen wenn ich noch wüsste wann genau ich den ersten Kontakt mit Videospielen hatte aber es war mMn ein Game & Watch Spiel. Ich habe mal die Archive durchstöbert und ja es müsste Parachute aus dem Jahre 1981 gewesen sein. Das war halt so ne 5 Minuten Beschäftigung zwischendurch. Mein Bruder behauptet dass wir eine Pong Konsole hatten aber daran kann ich mich nicht erinnern. Ich habe mich zu der Zeit noch ausgiebig mit Star Wars Spielzeug beschäftigt und war noch nicht so Telespielaffin, ein paar Kumpels hatten ein Colecovision und einen Rechner oder sowas auf dem irgendein piepsendes Shmup lief.
Weihnachten 1984 gab es dann den C116 für mich da begann ich dann zum ersten mal mich richtig für Spiele zu interessieren. Bin damals zum Quelle Laden nach FFM gefahren und habe mir die Kassetten angeschaut Squirm und rockman fande ich am besten. Kurz darauf bekamen wir noch nen C16 (warum eigentlich) aber die Spiele blieben ja die gleichen. Von der Videospielkrise bekam ich nicht viel mit. Ein guter Kumpel hatte nen Atari 2600 mit E.T. damals und ich wollte auch einen haben also bekam ich zu meinem 10. ein Atari 2600 Jr. mit “The Imperium strikes Back” Ich liebte das Teil und hatte über 40 Module (Wo sind die eigentlich hin?)” aber da gab es was was ich noch viel mehr wollte. Im örtlichen Supermarkt gab es einen Arcade Automat mit Galaga da blieb ich immer während meine Mutter den Wocheneinkauf tätigte.

Mittlerweile hatte sich bei 4 meiner Kumpels der C64 schon breit gemacht und das muntere Diskettentauschen ging schon los. Als ich zum ersten mal Commando sah und hörte war ich komplett von den Socken. Dieser Sound! Bis dahin konnten Spiele nur piepsen aber jetzt war alles anders. Auch grafisch waren Spiele wie Defender of the Crown schön anzuschauen. Ich nervte meine Eltern so lange bis ich 1988 einen C64-2 bekam. Wilde Zeit ich hortete in kürzester Zeit eine riesen Sammlung zusammen. Ich begann mich auch gleichzeitig über Printmedien auseinanderzusetzen und las munter Berichte im 64er Magazin, der ASM und der PowerPlay. Dort fieberte ich dem Release von Katakis, Spherical, Turrican 1 und Turrican 2 entgegen die ich mir sofort per Telefonbestellung bei Joysoft bestellen musste. Über die Magazine bekam ich natürlich auch viel über Konsolen, und Amiga/ Atari ST mit. Das sah zwar echt geil aus, aber ich diese Anarchie auf dem C64 war einfach fantastisch. Jemand brachte 3 Disketten mit und du hattest keine Ahnung was drauf war.

Das zog sich dann bis Anfang der 90er . 92 glaube ich. Ist dann halt Elektro passiert und ich verbrachte die Abende im Frankfurter Omen und der Music Hall. Videospiele waren erstmal pausiert außer ein paar Runden Super Mario Land und Tetris am Gameboy. Ich lernte aber eine Freundin kennen mit der ich in den Clubs und privat abhing, die hatte einen Amiga und ein Mega Drive da spielten wir oft Xenon 2 Megablast, Turrican und Wonderboy. Über sie lernte ich dann auch nen Kumpel kennen, der mir ein SNES und den PC zeigte. Ich spielte Secret of Mana im Coop und fands geil aber selbst wollte ich erstmal SNES. Den PC musst ich mir für die Schule zulegen und man gab es da gutes Material für, Day of the Tentacle, Syndicate, Lands of Lore, X-Wing, Doom wow. Mein 386 konnte halt nicht so viel aber es reichte für die meisten Spiele. Ich hatte auch kurzfristig ein 3DO geliehen was ich ziemlich cool fand.

So und richtig geknallt hat es dann 1995 als ich zum ersten Mal in der Videothek einen Playstationaufsteller mit Wipeout entdeckte. Ich damals noch voll im Elektrofieber war wie damals beim C64 hin und weg vom Sound. Aber auch die Geschwindigkeit und Grafik waren super. Kurz darauf zur Metro gefahren und ne Playse gekauft. Der Rest ist Geschichte ich begann mit Videospiel Sammeln und bin jetzt bei rund 70 Konsolen und ganz genau 1.000 Retail spielen.

Vieles was ich damals verpasst habe z.B. SNES Ära habe ich dann im Nachgang nachgeholt aber ein Super Mario World oder Zelda Occarina of Time habe ich nie ernsthaft gespielt. Sega ging bei mir erst ab dem Dreamcast los ich habe dann auch mal etwas zurückgeschaut auf das Mega Drive war auf jeden Fall eine coole Konsole . Aber ich sehe das so wie bei Pommes . Die einen mögen sie nur mit Ketchup die anderen nur Mayo und ein paar andere Rot/Weiß. Beide Systeme haben großartige Beiträge für die Videospielgeschichte geleistet. Aber auf ewig im Herzen ist bei mir der C64. So viel Spreu aber auch so viel Weizen wie anfangs das Internet ständig entdeckte man neues bevor alles zu kontrolliertem Einheitsbrei wurde.


« Letzte Änderung: August 25, 2020, 11:48:24 Vormittag von link »


southflorida

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Das NES war eine absolute Gerümpelhardware, aber im Gegensatz zum Amiga konnte man 60 Hz Spiele machen, was die ganze Spielbarkeit konsequent besser machte. Im Grunde war der Amiga halt auch nicht für Spiele gemacht, sondern eher für den damaligen Highend-Grafikkram. Das konnte man mit immensen Farben und einigen Dingen des leistungsfähigen Grafikchips kompensieren, aber z.B. Parallax Scrolling wie beim Mega Drive erfordete IMMER Zusatzaufwand, man sieht, wie sich ein Meisterwerk TURRICAN 2 damit in den Raumschifflevels quält, während jedes grottige MD Frühwerk von 1989 butterweich in zwei Ebenen scrollt.

Mir fiel die totale Überbewertung der Nintendo-Hardware immer auf.
Das SG1000 würde ich grob auf Coleco Niveau sehen wollen, 16 Farben und Z80 Prozessor, aber ich denke, Coleco hatte auch kein Hardwarescrolling, wenn man die Spiele betrachtet, bei SG1000 weiss ich net. Gekrankt hat das alles damals vor allem an viel zu wenig Speicher in den Modulen. Auch die ersten Sega Master System Spiele von 1985 und 1986 sind wohl vor allem wegen des wenigen Speichers recht karg.

Master System hatte Hardware-(aber nicht Parallax)Scrolling, allerdings war die Spriteflackerei ein ewiges Problem, was der Hauptgrund ist, dass es doch immer irgendwie 8-bittig wirkt. Siehst auch bei JEDEM Bossfight, dass das MS den Background ausblendet, weil zu viel/große Sprites Stress machen. Der FM Soundchip war im Westen VÖLLIG unbekannt, es gab damals keine Informationsquellen wie Wikipedia. Das erste Mal überhaupt hab ich, eh völliger Sega-Freak, erst im Frühjahr 1990 in einer Power Play gelesen, dass es in Japan den besseren MS Sound gibt.

NES hatte bei schon katastrophal mieser Hardware einige Spiele mit Zusatzchips, meines Wissens sogar in SMB3, definitiv in BUCKY O HARE. Aber hardwaremässig würde ich das Ding irgendwo im untersten Milieu einordnen.
Ich weiss nicht, wie Nintendo das schafft, aber es wird bei denen immer noch mal ein Stück schlechtere Hardware genommen, als am Markt verfügbar. Also nehmen wir an, es gibt irgendeinen "Gerümpel-Celeron-Clone" von "VIA", der 2019 am untersten Leistungs-Ende der verkauften Prozessoren stand: Nintendo baut den 2021 ABGESPECKT (nochmal reduzierter Cache oder so) in eine "neue" Konsole. Ich frag mich deshalb, wie sie das machen, weil die billigste Technik irgendwann auch wieder teurer wird. Also z.B. 1 MB DDR2-RAM wird wahrscheinlich schwieriger zu beschaffen sein, wie 8GB DDR6-RAM, obwohl es grottiger ist. 8)
« Letzte Änderung: August 25, 2020, 12:28:35 Nachmittag von southflorida »


SegaMan

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Meim Master System fällt mir immer wieder gleich Wonderboy ein.
Was für ein genialer Port der Automatenversion :)


Arena

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Geiler Beitrag, Link :-X !

Vor allen Dingen die Passagen mit „Joysoft“, „Omen“ und „Music Hall“ !

Ich denke, wir beide MÜSSEN uns damals über den Weg gelaufen sein. Im Omen und der Hall waren wir soooo oft.

Und - ich latsche noch jeden Tach 2x die Voltastraße lang ... *Sehnsucht*. (Momentan natürlich nicht @ Homeoffice)

* https://www.mixcloud.com/bernhardkunz94/nightclubbing-home/?fbclid=IwAR3ih6SsCMDVZpWSg_RzhXohCD-b1xNAPeYamKEmNQuKK-u1AWJdFnS4HLY *

--- (Sorry für Offtopic) ---

Zu ZELDA III und Ocarina of Time : interessant, WIE phantastisch diese beiden Spiele auch heute noch sind.

Habe beide vor noch gar nicht soo langer Zeit zum ersten Mal überhaupt gezockt. Und ... war hin und weg.

Also - öhm - ich mein, da gibts ja nu gar nix dran zu rütteln: OCARINA OF TIME ist für immer und ewig auf dem Siegertreppchen platziert!

---


link

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War heute beim 3D Schwarzlicht Minigolfen in FFM. gewesen und in der Bergerstrasse an besagter Videothek wo ich zum ersten Mal die Playstation mit Wipeout entdeckte und zum Konsolero wurde.

Jetzt ist da nur noch das leere Gebäude ohne was drin.  :'(


Madness

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Unsere Streaming Kinder würden uns auslachen, wenn wir Ihnen eine Viedeothek erklären würden.


SegaMan

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Unsere Streaming Kinder würden uns auslachen, wenn wir Ihnen eine Viedeothek erklären würden.

Also mir tut die heutige Jugend eher leid.
Die vielen tollen Erfahrungen und Neuerungen die wir schrittweise miterleben durften.

TV Programm bestand aus einem Sender, der nicht mal ständig Programm sendete (Testbild Baby!).
Von Kinderprogramm ganz zu schweigen!

Walkman.... ey Musik hören überall mit coolen Kopfhörern!

Telespiele beginnend mit einem Punkt und zwei Balken.

TV Sendungen aufzeichnen und ansehen wann immer man wollte!
Mit Kumpels am Wochenende in die Videothek und den neuesten Scheiss ausleihen und ansehen.

Usw...... usw.....  ;)





Clorell

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Wenn ich an Videotheken denke habe ich auch so ein Wehmutsgefühl. Bei uns gibt es nur noch eine Videothek. Das ist so eine kleine Eckvideothek, die sich auf Arthouse-Filme und asiatisches Kino spezialisiert haben. Keine Ahnung, ob wie lange die sich noch halten können oder wie sie sich überhaupt noch halten. Denn asiatisches Kino gibt es auch mittlerweile sehr viel bei Netflix und co.. Videotheken hatten wir hier einige. Von Videotheken die mir noch bekannt sind, hatten wir über 12 Stück.

So gegen 1993 herum fing es dann an mit den ersten Jugendvideotheken mit separatem 18-Bereich. Das war auch so die Zeit, als Videotheken anfingen, Videospiele und Konsolen zu führen. Was habe ich da immer viel Filme und Spiele ausgeliehen. Gerade zur Mega Drive und SNES-Zeit habe ich extrem viel ausgeliehen. Mit Kumpels dorthin fahren, schmökern, fachsimpeln, irgndwelche Bekannte dort treffen und über Gott und die Welt sprechen. Was für eine geile Zeit. Nicht nur das .Man ging ja auch mit den Eltern immer wieder hin. Das war immer auch so ein kleiner Familienausflug. Wirklich sehr schade, daß das alles vorbei ist.

Mein Sohn fragte vor kurzem meine Frau, als er in einem Film sah, daß ein Videokassette in ein Videogerät reingesteckt wurde, was das ist. Meine Frau erklärte es ihm. Glücklicherweise bin ich sogar noch in der Lage, ihm ein echtes Videogerät samt Videokassette zu zeigen. Mein Gerät ist noch verpackt auf dem Speichre. Glücklicherweise habe ich auch nach wie vor meine alte Stereoanlage mit Schallplattenspieler, Kassettendeck, und CD-Player. Ja und dann gab es ja auch noch den Walkman. Geniale Erfindung damals. Bewußt Musik hören. Nicht einfach nur MP3-Scheiß oder Streaming.

Wir hatten damals sämtliche Entwicklungen mitgemacht. Von primitiv wirkenden Videospielen wie Atari VCS 2600, über Videogeräte, der Beginn der Computer-Ära mit C64 und co., Kinofilme wo noch alles echt war und nicht nur aus dem Computer. Nix Amazon, nix Ebay, man bewegte noch seinen faulen Hintern und ging in den Laden seines Vertrauens. Leider gibt es aber heute praktisch kaum noch Warenhäuser. Selbst sowas wie Karstadt, Kaufhof, hat keine Videospiele, CDs, Computer oder Fernseher mehr.

Ja, mir tun die heutigen Kinder und Jugendlichen auch leid. Diese genialen Erfahrungen wie wir sie gemacht haben, hören die nur noch aus Erzählungen und können sich das nicht einmal mehr richtig vorstellen. Aber zumindest kennt mein Sohn noch Sachen wie SNES, MD, CDs...Und er liebt es...
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Clorell

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@ docower

Naja, so ganz kann man das nicht sagen was den Walkman angeht. Du und ich sind ja praktisch fast gleich alt. Ich bin Jahrgang 80. So um 1986/87 war für ein Kind oder einen Jugendlichen ein Walkman nicht selbstverständlich. Ein echter Sony-Walkman kostete schon ordentlich Geld. Klar, so ein Billigteil bekam man schon relativ erschwinglich. Ich weiß nicht mehr wann, aber ich meine so um 1987/88 herum, bekam ich zum Geburtstag von meinem einen Onkel so ein Billigteil mit eingebautem Radio. Aber das war kein Vergleich zu einem echten Sony Walkman.

Auch das mit den Videotheken ab 18 stimmt nicht ganz. Kinder konnten bis um 1985 noch mit in eine Videothek. Dann auf einmal nicht mehr. Ich habe noch gut in Erinnerung, daß ich damals zu dem Zeitpunkt noch regelmäßig mit meinen Eltern in der Videothek in der Oststadt war. Dann war es auf einmal verboten. Nicht einmal mehr vorne im Kinderfilmbereich durfte man mit. Kinder mußten draußen warten. Erst so 1993 fing es an mit Jugendvideotheken. Ich fand unseren Jugendschutz in Deutschland immer völlig überzogen. Ebenso mit Arcade-Videospielhallen. In Italien oder USA als Beispiel war das für Kinder immer normal, bei uns in Deutschland absolut verpönt und strikt ab 18 in irgendwelchen Spielhöllen.
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