Maneater
In der Vergangenheit gab es mal immer wieder neue und interessante, innovative Konzepte bei Videospielen die sich vom Mainstream abhoben.
Sei es Mr. Moskeeto auf der PS2 in dem man einen Moskito auf der Jagd nach Draculas Lieblingsdrink begleitet oder Guitar Hero was seinerzeit einen großen Hype auslöste und zur rechten Zeit da war.
Maneater ist ebenfalls eines solcher Spiele die eine recht frische Idee haben. Ihr spielt einen Bullenhai welcher auf der Suche nach seinem Peiniger, in Form eines psychopathischen Fischers, ist. Zu Beginn ist der Hai noch klein und schwach, natürliche Feinde wie Alligatoren oder andere Haie sind euch levelmäßig weit überlegen während Schildkröten oder kleine Fische euren Hunger stillen und nebenbei Ressourcen sowie XP liefern. Technisch gesehen ist Maneater nämlich ein RPG - Xp und Levelaufstiege wollen verdient werden, Fähigkeiten wie
stärkere Panzerungen oder
mehr Gesundheit werden verbessert werden. RPG typisch warten in anderen Gebieten auch stärkere Gegner auf den Hai.
Von der ganzen Aufmachung und Präsentation nimmt sich das 40 EUR Spiel selbst nicht so ernst. Die Story ist sogar weit weg vom B Movie, ein Sprecher im Hintergrund kommentiert süffisant das Gezeigte und gibt einige Tierinfos preis die an Naturdoku erinnern. Die Spielewelt ist überzeichnet, Hochhäuser ragen gen Himmel, überall schwimmen Menschen an Stränden, nichtswissend vom Killer der sie gleich frisst und die Bosse des Spiels sind auf der einen Seite generisch und andererseits lässt das Spiel seine Charme Karte ausspielen.
Auch vom Gameplay erwartet man nichts weltbewegendes. Natürlich macht das Schwimmen, Tauschen, Springen oder Menschen fressen als Hai doch schon Spaß aber nach gut 2 Stunden hat man alle Gameplayelemente kennen gelernt. Überraschungen oder auflockernde Minigames gibt es nicht. Das Kampfsystem ist im Kern eines solches nicht würdig. Sobald man seine Fähigkeiten aufgebaut hat, sind Feinde, ganz egal ob Meeresbewohner oder Jägerschiffe, keine Gefahr mehr. Mittels Mashen auf den R2 Button beißt der Bullenhai, die L1 Taste triggert einen Rundumschlag mit der Schwanzflosse. Die meisten Duelle wird man mit diesen beiden Angriffen im Dauereinsatz siegreich verlassen können.
Nebenbei sammelt unser tierischer Freund allerlei Goodies in der Spielewelt. Um die einzelnen Gebiete auf 100% zu schaffen muss gesucht, gefunden und versucht werden. Die zu findenden Marken oder Schilder befinden sich mal weniger gut versteckt im Wasser oder auf dem Land oder mal besser versteckt in Höhlen, Kanalisationen und hoch in der Luft. Nach knapp 10 Stunden habe ich im Spiel die 100% erreicht. Die Story alleine schafft man in gut 6 Stunden.
Maneater ist kein Spiel was man kauft um alles andere liegen zu lassen. Die Idee und die recht hübsche Optik können nicht hinwegsehen lassen, dass es sich um ein besten Fall "Wochenendespiel" handelt.
6/10