Ein Buch, das sich mit dem Ende des Universums befasst.
Leider muss ich sagen, dass "selbst ich", der eigentlich alle mögliche Fachliteratur (auch Englische) zum Thema liest, bei diesem Buch irgendwo bei 60% den Faden verloren hab. Es wird zu krass...
Im Anfangskapitel wird erstmal beschrieben, was im Großen und Ganzen zur bisherigen Entwicklung des Universums bekannt ist.
Danach geht die Autorin auf verschiedene Zukunftsszenarien ein, z.B. auf das des "Wärmetodes". Allerdings berücksichtigt sie dabei quasi "nur" die physikalische Entwicklung "des Universums an sich", nimmt aber kaum Bezug darauf was das für die Sterne, Planeten etc bedeutet. Irgendwann werden alle Sterne erloschen sein, keine neuen mehr entstehen (Warum? Weil die fusionsfähige Materie zur Neige geht, aber das erklärt das Buch nicht) und irgendwann viel, viel, viel, viel später selbst alle Schwarzen Löcher verdampft sein (auch "Sternleichen" gibt es in 10 hoch 200 Jahren nicht mehr). Was das im Endeffekt bedeutet und wie das bis dahin abläuft, wird dem interessiertem Laien nicht plausibel erläutert. Ich habs div. Mal anderswo nachgelesen (und mir viel selbst zusammengereimt), aber man sollte schon viel Wissen über das Universum mitbringen, wenn man an dieses Buch herangeht.
Bei dem rund halben Dutzend weiteren beschriebenen EndSzenarien bin ich dann fast ausgestiegen, hab viel davon schlicht überlesen... es ist zu kompliziert. Und das, obwohl die Schreiberin sprachlich ihr Buch wohl durchaus auch an interessierte Laien (nicht nur an jahrzehntelang in der Materie hängende Profis) richtet.
Der (nicht aufdringliche) Meta-Humor ist auch wieder mal typisch amerikanisch, würde echt gerne mal den Europäer sehen, der z.B. irgendwelche Anspielungen auf "North Carolina" versteht.
Ein gewiss wertiges Buch, leider mit zwar einserseits gewiss den Mainstream ansprechenden Texten, andererseits werden jedoch sehr komplizierte Zusammenhänge beschrieben. Kosmologie ist ein viele Facetten abdeckendes Thema, hier wird aber bereits einiges an Wissen vorausgesetzt.