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Katie Mack "Das Ende von Allem"

southflorida

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Ein Buch, das sich mit dem Ende des Universums befasst.

Leider muss ich sagen, dass "selbst ich", der eigentlich alle mögliche Fachliteratur (auch Englische) zum Thema liest, bei diesem Buch irgendwo bei 60% den Faden verloren hab. Es wird zu krass...

Im Anfangskapitel wird erstmal beschrieben, was im Großen und Ganzen zur bisherigen Entwicklung des Universums bekannt ist.
Danach geht die Autorin auf verschiedene Zukunftsszenarien ein, z.B. auf das des "Wärmetodes". Allerdings berücksichtigt sie dabei quasi "nur" die physikalische Entwicklung "des Universums an sich", nimmt aber kaum Bezug darauf was das für die Sterne, Planeten etc bedeutet. Irgendwann werden alle Sterne erloschen sein, keine neuen mehr entstehen (Warum? Weil die fusionsfähige Materie zur Neige geht, aber das erklärt das Buch nicht) und irgendwann viel, viel, viel, viel später selbst alle Schwarzen Löcher verdampft sein (auch "Sternleichen" gibt es in 10 hoch 200 Jahren nicht mehr). Was das im Endeffekt bedeutet und wie das bis dahin abläuft, wird dem interessiertem Laien nicht plausibel erläutert. Ich habs div. Mal anderswo nachgelesen (und mir viel selbst zusammengereimt), aber man sollte schon viel Wissen über das Universum mitbringen, wenn man an dieses Buch herangeht.

Bei dem rund halben Dutzend weiteren beschriebenen EndSzenarien bin ich dann fast ausgestiegen, hab viel davon schlicht überlesen... es ist zu kompliziert. Und das, obwohl die Schreiberin sprachlich ihr Buch wohl durchaus auch an interessierte Laien (nicht nur an jahrzehntelang in der Materie hängende Profis) richtet.
Der (nicht aufdringliche) Meta-Humor ist auch wieder mal typisch amerikanisch, würde echt gerne mal den Europäer sehen, der z.B. irgendwelche Anspielungen auf "North Carolina" versteht.

Ein gewiss wertiges Buch, leider mit zwar einserseits gewiss den Mainstream ansprechenden Texten, andererseits werden jedoch sehr komplizierte Zusammenhänge beschrieben. Kosmologie ist ein viele Facetten abdeckendes Thema, hier wird aber bereits einiges an Wissen vorausgesetzt.


Legio X

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So ging es mir bei jedem Buch von Stephen Hawking.

Fängt einfach an, aber irgendwann wird es unverständlich.

Interessant ist z.B. das wir nicht Wissen was mit dem Universum passiert. Drei mögliche Szenarien.

Es dehnt sich weiter aus.

Die Ausdehnung stoppt irgendwann.

Die Ausdehnung stoppt und es fällt dann in sich zusammen.


southflorida

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Da sind noch mehrere weitere Szenarien bei z.B. der Big Rip.
Dieses Szenario besagt, dass alles wie gehabt ist (Universum dehnt sich aus), geht aber von einer Kraft aus, die jeden Moment alles zerreißen kann.

Aber wie erwähnt: im Buch alles nicht allzu "anschaulich", sondern zum Teil doch arg wissenschaftlich, dann aber von der Anrede her Mainstream.
Schwierig.

Mir ist heute im Nachdenken auch eine Erkenntnis gekommen:
Die Leute sagen, aus einem schwarzen Loch kriegst du nix mehr raus. Ist halt in kleinerem Maße auch bei der Erde so, du kannst nicht einfach hochspringen und bist im Universum (der Anziehungskraft entronnen). Und wenn du hochspringst, fällst du irgendwann runter, wegen der Anziehungskraft der Erde (beim Schwarzen Loch ist diese dummerweise so hoch wie die Lichtgeschwindigkeit). Aber: du kannst einen Kugelschreiber (mit an sich wenig Kraft) festhalten und er fällt nicht runter. Also mit wenig Aufwand kann man doch in "gewissem Maße" der Erdanziehungskraft entgegenwirken. Warum soll das bei einem Schwarzen Loch in einem gewissen Maße nicht auch gehen...


Legio X

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Soweit ich weiß brechen in einem schwarzen Loch alle physikalischen Gesetze zusammen.

Was also darin oder dahinter ist dürfte sich niemanden erschließen.

Und es ist unwahrscheinlich das ein Lebewesen die Gravitation in einem schwarzen Loch überlebt.


southflorida

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Gibt zwei Dinge:
Den Ereignishorizont und die Singularität.
Den Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs könnte man durchaus problemlos überschreiten (man käme dann nicht mehr zurück), scheitern würde man in der Singularität im Zentrum eines Schwarzen Lochs, wo auf einem unendlich kleinen Punkt viel Materie sein kann.

Was viele nicht wissen: würde man die Sonne durch ein gleichschweres Schwarzes Loch ersetzen, dann würde die Erde ganz normal brav ihre Umlaufbahn drum ziehen. Die Anziehungskraft wäre exakt genauso groß. Allerdings hätte ein Schwarzes Loch mit Sonnenmasse nur rund 3 km Radius (die Sonne hat 1.3 Millionen km Durchmesser). Genauer gesagt, der Ereignishorizont wäre rund 3 km vom Mittelpunkt entfernt, wäre aber nicht etwa die "Oberfläche" des Schwarzen Lochs. Das Schwarze Loch hätte wäre unendlich klein, aber mit einer Sonnenmasse.


wraith

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Schlußszene von Men in Black. SO kann ich mir das vorstellen.
"The controller has been the biggest barrier separating gamers from the world of designers." (Peter Molyneux, Juni 2011)
"Der Controller wird weiterhin das A und O bleiben aufgrund seiner besseren Genauigkeit und der Haptik." (Ich,KT,  Juni 2011)
"Es wird ernsthafte Natalspiele geben" (KT-User XY)