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Generelles => Retro Rampage => Thema gestartet von: southflorida am März 17, 2025, 09:42:03 Nachmittag
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Absolut easy...
Rog Ally (tragbarer Handheld PC) genommen.
Dort den Kega Fusion Emulator installiert, der "in der gleichen Instanz" Mega Drive und 32X hinbekommt!
Nach ewiger Friemelei – Rog Ally Joypad funktioniert hier nicht, Tasten einer "Bildschirmtastatur" gehen natürlich auch nicht – div. "virtuelle" Tasten nun dem 6-Button-Pad zugeordnet.
Jetzt klappt es, dass ich auch die Start-Taste des Joypads drin hab als Button, einen Reset auslösen kann (mit der nicht zu einfach zugänglichen LB Taste) und jederzeit ins Menü komme, wo ich Spiele starten kann.
Installiert ist das Ganze in Vollbild, freilich bleiben links und rechts Balken, weil MD Spiele halt in 3:4 sind, stört aber absolut nicht.
Es ist so geil, das einfach nur liebenswerte Revenge of Shinobi ausgiebig benutzt für meine oben beschriebene Button Anpassung, so dass es sich auf dem Rog Ally Gamepad anfühlt wie beim MD – Button Layout ist ja eher SNES 8) – und einfach möglichst genauso spielt.
Und dann Virtua Racing Deluxe gestartet, ohne Murren, ohne irgendwelche Veränderung/Umkonfigurierung läuft das 32X Spiel, das ich nun nach über 25 Jahren erstmals wieder gezockt hab (im Multi Mega hab ich mein Original 32X sogar seit 1995 so gut wie nicht mehr verwendet). Es spielt sich wie aus einem Guss, gleiche Konsole halt.
Scanlines 50% dauerhaft eingestellt, ohne die sehen die MD Spiele zu steril aus, aber mit diesen Scanlines ist es immer noch ein ASTREINES Bild auf dem Handheld Display.
Was ich noch machen will:
Ein Windows Menü (in dem man per Autostart landet) mit Icons der MD Verpackungen, leider ist Windows 11 verbuggt bei den skalierbaren Icons und macht nicht alles so, wie man es möchte (Knowledge Base Einträge dazu schon gelesen).
Die Dateien werden dann verknüpft mit dem Emulator, so dass man den nicht starten muss, sondern einfach die Spiele auswählt (geht bei Rog Ally dann im Windows Menü auch per Joypad).
Fazit
Es gab den Game Gear, der – wenn wir ehrlich sind – trotz Farbe noch ein recht schlechtes Display hatte (hab noch zwei Game Gear im Besitz).
Es gab das Nomad (leider nur in Nordamerika), das ein tragbares Mega Drive war.
Und jetzt hab ich eine Konsole, die leider nie Marktreife erhielt, den Sega Neptun, als portable Variante und das mit dramatisch guter Bildqualität und recht voluminösen Sound, ein 8" Display hat schon was. :P :embarassed:
Aber wie geil ist es, die emulierten Spiele nicht verkrampft und mit unauthentischer Steuerung am PC zu zocken, sondern mit einem Handheld. :D
Und ich nehme MEINE Spiele her, die ich noch original besitze, und die ich mit dem Mega Drive mini 2 erworben hab. Ich will da schon nicht "irgendeine" zusammenkopierte Sammlung nutzen, sondern die Originale besitzen.
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SO muss ein Neptun aussehen :-X
(https://www.retronews.com/wp-content/uploads/maxresdefault-4.jpg)
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Hätte Sega das Ding mal regulär gebracht.
Die hätten das MD einfach ab Anfang 1995 durch Neptun ersetzen müssen, zu einem sinnvollen Preis, wie in Nordamerika (nicht zu dem irren 32X Preis in D, 400 DM).
Wenn man denkt, das Ding konnte Doom, es konnte die populären Model 1 Automaten und wäre bei reinen 16-Bit-Umsetzungen (wie z.B. NBA Jam) immer technisch vorne gewesen.
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Wenn ich mir vorstelle, wie geil das gewesen wäre, wenn das Ding vielleicht sogar mit CD-Laufwerk veröffentlich worden wäre. Was wäre das für eine geile Maschine gewesen. Aber schon als reine Modul-Kiste wäre das Teil genial gewesen.
In der damaligen Zeit war das reine 32X viel zu teuer für den normalen Geldbeutel, genau wie das Sega CD. Wer war denn im Normalfall dazu bereit, ein Mega Drive für knapp 300 DM zu kaufen und dann noch einmal ein 32X für 400 DM, sowie ein Mega CD für 600 DM. Das war einfach zuviel.
Das Multi Mega damals kostete ja auch so um die 1000 DM. Das konnte man halt dem normalen Kunden so einfach andrehen. War zwar alles geile Technik, aber halt einfach nur für die Nische mehr.
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Die Model1 Automaten waren Mitte der 90er aber gar nicht mal so beliebt. Sieht man an den Reviews der damaligen Zeit "Toll dass wir jetzt 1:1 Umsetzungen haben, aber die interessieren uns nicht mehr"
Auch dass viele Spiele nur in Teilen das 32X genutzt haben ist beschämend. Da wurde z.B. in Pitfall der Hintergrund vom Mega Drive berechnen lassen (in 60FPS) und der Vordergrund vom 32X (in 30FPS).
Damals wollten halt alle 3D. Da hätte Sega die Ressourcen einfach lieber in den Saturn gesteckt und den noch ein bisschen besser gemacht anstatt dem Mega Drive den Pilz aufzusetzen.
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Bei aller Romantik.
Das Neptun wäre zeitlich einfach zu spät gekommen!
War ja schon ne Schnapsidee das 32x so kurz vor dem Saturn Release noch rauszuhauen.
Sony hat mit der Ankündigung der PSX und ihrer 3D Fähigkeit einfach alle Eiskalt erwischt.
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Deswegen hätte es einen Neptun geben müssen, der einfach das MD ersetzt hätte. Aber das hätte 250-300€ kosten müssen, nicht mehr. Das wäre über Jahre eine gute Alternative gewesen, Saturn und Playstation (und 3DO) waren noch viel zu teuer, erst Mitte 1996 kam man im 400DM Bereich an, wo Anfang 1997 auch das N64 startete. Erst Mitte 1997 kamen Playstation und N64 in Massenmarkttaugliche Preissegmente...
Man darf nicht vergessen, Sega America hatte das Mega Drive 32X ursprünglich haben wollen, weil die Schere zwischen dem alten MD (unter 200 DM) und dem Saturn (Ende 1994 ging man von 1.000 DM aus) viel zu groß war.
Man war an sich gut gestartet mit 600.000 verkauften 32X im Weihnachtsgeschäft 1994, den Jaguar hat man damit weit abgehängt. Und 3DO und CD32 auch... Aber Installation war für den Massenmarkt zu kompliziert und mit einer Hardware-Erweiterung schafft man halt nie etwas (aber die Erfahrung war damals noch nicht so bekannt). Deswegen: ab Anfang 1995 ein deutlich verbessertes Mega Drive, und man hätte da schon noch ein "paar" Millionen Käufer gefunden. So haben sie Ende 1995 das 32X für 150 Mark verramscht, und Anfang 1996 für 29 Dollar in den USA, das war im Nachhinein betrachtet fatal und viel schlimmer, als wenn Sega mal am Anfang den Neptun subventioniert hätte.
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Sega war ja in vielem Voraus und auch Vorreiter. Sie waren der erste große Konsolenhersteller, der ein CD-Laufwerk angeboten hatte. Also sprich, Sega CD, bzw. Mega CD. Sie hatten als erster Modulkonsolenhersteller einen 32-Bit-Aufsatz und sie machten als erste Firma das Online-Zocken auf Konsolen erst richtig möglich mit der Dreamcast.
Leider gab es aber eine Menge Fehltentscheidungen, die einfach vorne und hinten nicht zusammengepaßt hatten. 32X kam viel zu spät und war zu teuer, weil es ja nur ein Aufsatz war, das Mega CD kam im Grunde zu früh und war ebenfalls einfach zu teuer für den Massenmarkt. Dann der Neptun, der zwar nie wirklich rauskam, aber halt in der Entwicklung war, aber ebenfalls viel zu spät gekommen wäre.
Der Saturn, naja, war eine geile Kiste und hatte viele geile Spiele, vor allem im Arcade-Segment, aber es fehlten halt viele große Spiele und Reihen, vor allem auch die Hersteller, die es halt vor allem auf PSX oder auch Nintendo gab. Dann kam noch die Dreamcast, die sensationell für ihre Zeit war, aber ein Marketing des Grauens hatte. Alleine damals die Werbung mit dem Friseur, wo kein Ottonormalverbraucher auch nur ansatzweise kapieren konnte, was das eigentlich wirklich sein soll.
Das Ende kennen wir ja alle. Sega kann sich zwar weiterhin scheinbar gut über Wasser halten, aber wenn man größtenteils nur auf Yakuza und Sonic setzt, ist es halt auch recht öde. Noch dazu sind die meisten Sonic-Spiele zwar erfolgreich, aber eher mittelmäßig.
Die Playstation, wo ich damals noch zuerst dachte, daß das auch so ein Rohrkrepierer wie 3DO, CD-I oder Atari Jaguar wird, kam halt zur richtigen Zeit und hatte halt praktisch alle Spielehersteller an Bord.
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Beim Mega CD war ja auch das Problem dass keiner so richtig wusste, wofür man den ganzen Platz gebraucht hatte. Die Zusatzleistung wurde quasi nicht genutzt. Das wurde wirklich erst so richtig fett mit der PlayStation und ihrem tollen MPEG-Encoding sowie 3D-Fähigkeiten.
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Der einzige Grund, warum die Industrie CD wollte: weil die Produktion billig und kalkulierbar wurde.
Wenn man erst mal 50 DM investieren muss für die Produktion, und dann acht Wochen warten, bis ein Saftladen wie Kleinkintendo das Modul produziert und dann muss der Handel nach drei Monaten das 149 DM Modul bereits für 29 DM anbieten, weil die Spiele wie Blei im Laden liegen (bei 200 Jump & Runs pro Jahr kein Wunder, es war das gleiche Problem wie 1983/84, dass einfach viel zu viel Stuss auf den Markt kam).
Deshalb war (m.E.!) ein Neptun völliger Quatsch, weil er auf Module setzte und Module waren 1995 einfach etwas, was keiner mehr haben wollte (und Käse hat es nur gemacht, weil sie dachten, mit ihrem Kindergartenkram auf ewig das Monopol behalten zu können, sie dachten vermutlich echt, sie können weiter die Hersteller an der langen Leine halten, wie gut dass Sony die zerstört hat)
Also hätte man den Neptun Nutzern auch gleich wieder empfehlen müssen "kauft euch das Mega CD"... oder halt "kauft einen Saturn".
Ich sehe hier gerade auf meinem selbstgebastelten Neptun, NBA Jam Tournament Edition ist ein 32 MBit Modul (4 Mbyte). Das war damals so unfassbar teuer zu produzieren.
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Ja, sorry fürs Treadnapping :D Aber das Thema iädt so zu Diskussionen ein :D
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Ich finde, gerade weil es für den Sega Neptun viel zu spät war, hätte man sich, bevor man beim Mega Drive noch auf Sega CD und 32X gesetzt hatte, lieber gleich voll und ganz auf den Saturn konzentrieren sollen.
Viel geiler wäre es doch gewesen, wenn der Saturn, der ja ohnehin noch einen Modulschacht hatte, gleich auch noch die Möglichkeit geboten hätte, Mega Drive, bzw. 32X-Module abspielen zu können, vielleicht auch noch Sega CD-Spiele. Zusammen mit einem Master System-Converter wäre das die absolut ultimative Spielemaschine gewesen. Was wäre das für eine geile Kiste so geworden.
Aber man war ja auch zu blöd, den Saturn gut zu vermarkten. In den meisten Läden war der Saturn schon so um 1998 nur noch mehr ein Nischenprodukt. Manche Läden hatten Sega zu dem Zeitpunkt schon ganz entfernt, während die Playstation in den Läden weiterhin der absolute König war, bis die PS2 mal da war.
Ok, es kam noch die Dreamcast dazwischen, aber Sega hat es ja auch hier noch gewaltiger versemmelt, obwohl die Kiste und eine Reihe an Spielen ja richtig geil war.
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Boah das wäre mega gewesen.
Stellt euch mal vor ein Mega Drive mit 32X und Mega CD ist sowas wie heute die PS5 und der Saturn wäre sowas wie die PS5 Pro. Man kann die Spiele auf beiden Geräten spielen, aber auf dem MD 32X CD halt mit geringerer Auflösung / Framerate.... Und Saturn kann die MD-Bibliothek abspielen.
Damit hätten die glaub ich den Markt gewonnen, weil die Leute ihr Mega Drive zu nem Mini-Saturn aufrüsten hätten können.
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Flo (1) ;)
Clorell, das aber hat Anfang 1994 niemand (würde ich sagen) absehen können. Damals wurde gesagt (und allgemein geschätzt), dass PSX und Saturn einen Tausender kosten würden. Und beide lagen in weiter Ferne. 3DO war mit solchen Preisen gerade am Scheitern.
Anfang 1994 war der 16-Bit-Modulmarkt aber schon ähnlich kaputt, wie beim Crash zehn Jahre zuvor: es gab fünf, sechs Spiele, die sich fett verkauften (wie ein Donkey Kong Country, oder NBA Jam), die anderen (dutzende, hunderte) waren Verlust. Aber die Spiele wurden immer größer, aufwendiger, teurer: noch 1990 war 4 Mbit Standard, jetzt waren es schon 16 Mbit.
CD's schienen diese Probleme lösbar zu machen. Das Sega CD war (wie 3DO) aber viel zu teuer, 520 DM als Hardware-Erweiterung (!) für eine bereits fünf Jahre alte Hardware!
Deshalb sagte man bei Sega Nordamerika Anfang 1994, es müsse eine Zwischenlösung geben. 32X war nicht dumm, aber wurde unfassbar schlecht oder wahlweise auch unglücklich angepackt.
In der Tat, als das Ding rauskam, konnten Importspieler schon Saturn und PSX kaufen. Und gerade diese Freaks waren es, die doch eigentlich für den 32X Aufsatz infrage kamen: Otto Normalverbraucher oder Familienmama baut nämlich kein Gerät mit zwei Netzteilen und diesem "Ding" (Spannungsschutz?), was man zusätzlich noch befestigen musste.
Sega hätte das als gutaussehendes Gerät einfach (im wahrsten Sinne des Wortes!) bringen müssen und das MD als Einsteigergerät (!) "ablösen". 299 Mark (heute rund 150€), Sonic & Knuckles und ein Virtua Racing/Fighter oder so dazu, so hätte man das machen müssen! Die Freaks waren eh eine Generation weiter.
Was man 1994 noch nicht "in der Form" ahnte: was auf PSX auch abseits vom Release als echte Systemseller einschlug (wipEout, Toshinden, Destruction Derby) und was als Preiskampf, Preiskrieg seitens Sony 1995-96 noch folgen würde. Im Nachhinein kann man sagen, hat Sega Fehler gemacht, aber 1994, selbst zur E3 1995, hätte glaub ich noch keiner den Saturn abgeschrieben.
Flo (2) ;)
Denk eine/halbe Generation zurück bei deiner Rechnung. Nicht ein Saturn mit MD drin (kompliziert), sondern ein 32X (aber halt mit Formfaktor, wie das Bild von Faust obrn zeigt), das alle MD Spiele abspielt – so wie es der Emulator eben heute tut, Master System ist da auch mit dem Z80 noch drin. Man hätte es so einfach machen können. Das als 300 Mark Einsteiger Gerät, das quasi alle Sega Module des letzten Jahrzehnts schluckt, und den Saturn als die Profilösung. Stattdessen war ein 32X mit Mega Drive preislich auf Saturn-Niveau...
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Ich hab das MegaDrive (1) inkl. MegaCD (1) damals gekauft und damit sehr viel Spaß gehabt.
Das 32X hat mich hingegen nicht sonderlich interessiert eben WEIL Sega da schon den Saturn in der Pipeline hatte.
Geworden ist es dann aber zuerst die jap. PSX weil... ja weil mich die Bilder von Ridge Racer einfach weggeblasen haben :)
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Ich wusste auch: "warten auf Saturn".
Naja, und dann ging ich am 02.12.1994 zu Wertheim, das 32X war da, und ich nahm es mit... ;) 8)
399,- für das Gerät, 149,- für VR Deluxe. 8)
Glaube, es gab anfangs nur Star Wars noch als weiteres Spiel (außerhalb Deutschlands noch Doom).
Natürlich hab ich den Satan zum PAL Release im Juli 1995 auch gekauft... und war Ende 1995 schon recht ernüchtert. Die Spiele setzten Spinnweben an, ehrlich gesagt ist ein VF kein Titel, das "wirklich" für 100 Spielstunden taugt, Daytona auch nicht. Was gab es noch in den ersten Monaten: Rayman, Astal, SF The Movie... Im Februar 1996 holte ich mir die Playstation.
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Die PlayStation setzte halt früh auch auf Spiele mit Langzeitmotivation. Es kamen früh Rollenspiele raus, oder Spiele mit ausführlichen Karrieremodi und erspielbaren Inhalten. Das hat glaub ich da auch nochmal gut geholfen.
Es gibt momentan ein Projekt, ein 3D-Sonic auf 32X zu erstellen. Das sieht für die Konsole phänomenal aus.
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Der Saturn war schon cool. Ich hatte nie einen, aber oft in unserem einen damaligen Videospieleladen verschiedene Spiele gezockt. Der Laden war auch geil. Hat sogar einige Arcade-Automaten im Laden stehen gehabt. Unter andem Killer Instinct 2, Ridge Racer, Jurassic Park 2 und immer wieder andere im Wechsel.
Beim Saturn hatte ich allerdings auch immer irgendwie das Gefühl. Daß es größtenteils nur kurzweilige Spiele sind. War halt auch viel Arcade-Zeug darauf. Daytona USA, Sega Rally, Nights, Bug, Virtua Fighter 1/2, X-Men vs. Street Fighter. War schon geil. Dennoch halt oft nichts langzeitmotivierendes.
Machen wir uns nichts vor. Spätestens ab 1998 war die PSX die absolut geilste Spieleplattform. Es gab, mal abgesehen von Nintendo-Marken und ein paar Ausnahmen von Sega, halt einfach alles darauf, was nur irgendwie cool war. Für richtig geile Videospiele kam man um eine PSX ab spätestens 1998 einfach nicht herum.
Capcom, Squaresoft, Namco, Bandai, Enix, Eidos, Psygnosis, Midway, EA, Activision, etc.. Es waren halt alle Größen mit dabei und haben massig Spiele gebracht. Alleine schon wegen Squaresoft und Capcom alleine lohnte sich die Kiste enorm. Der Siegeszug der PSX war nicht zu übersehen. Es gab halt einfach praktisch alle Arten von Videospielen.
Die Dreamcast war dann noch einmal der letzte Versuch von Sega, doch noch einmal durchzustarten. Zuerst sah es schon so aus, als käme Sega hier in die Pötte und holt endlich wieder auf. Die Dreamcast startete schon mit geilen Spielen. Sonic Adventure war mit seiner teiloffenen Welt schon irre geil.
Aber auch andere Spiele wie Power Stone, Ecco the Dolphin 3, Shenmue, Phantasy Star, Soul Calibur, Quake III Arena, House of the Dead 2, Marvel vs. Capcom, Street Fighter III, Resident Evil: Code Veronica oder Blue Stinger, waren ziemlich geil.
Was in meinen Augen halt auf langfristige Sicht halt doch das Todesurteil für die Dreamcast war, daß die Kiste halt auch von einigen Größen überhaupt nicht unterstützt wurden. Ich bin zwar kein sonderlicher Freund davon, aber EA halte ich in dieser Zeit für einen der absolut wichtigstens Spielehersteller. Es gab halt kein Fifa oder sowas. Auch Squaresoft ließ sich nicht blicken. Es gab halt nichts wie Final Fantasy in der Größenordnung.
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Also der Saturn kann schon krass was, aber man merkt schon dass er selbst bei den Top-3D-Spielen einfach eine halbe Generation hinter der Playstation war. Dafür war er halt 2D eine Wucht, aber das ist außer bei Beat'em Ups kaum umgesetzt worden.
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Keine Ahnung jetzt aus dem Stehgreif wie stark unterschiedlich der Stand der Technik zwischen der PSX und dem Saturn war. Müßte ich selbst noch einmal nachschauen.
Was mir damals aber immer auffiel war, daß wenn man Spiele sah, die es auch auf PSX gab, wie z.B. Alien Trilogy oder Tomb Raider, dann sahen dort auf dem Saturn die FMV-Szenen oft deutlich schlechter aus. Deutlich mehr Pixel und Artefakte. Auch die Spielegrafik in 3D war oft schon ersichtlich schlechter.
Aber in 2D-Spielen war das Ding ziemlich geil. Ich erinnere mich noch sehr gut an X-Men vs. Street Fighter. Das hatte ich damals in einem Laden bei Baden Baden als NTSC-Import mal zusammen mit der Speichererweiterung spielen können. Das war darauf einiges geiler als auf der PSX.
Klar, mittlerweile ist sowas nicht mehr relevant. Heute gibt es Collections mit Arcade-Versionen, aber damals war das halt so noch nicht ohne Weiteres möglich.
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Dreamcast war nicht schwach. Das System hat von Anfang an stark performed. In den USA legte Dreamcast den bis dato erfolgreichsten Launch hin!
Der Todesstoß des Dreamcast kam plötzlich, und zwar im Januar 2001, durch die Pressemitteilung von Sega, künftig nur noch andere Plattformen zu unterstützen.
Das sorgte binnen einem Jahr zum Versiegen des Softwarestroms, es wurde nur noch fertiggestellt, was eh in Entwicklung war, z.T. nicht mal das. Sega blieb nichts anderes übrig, als den Stecker zu ziehen, man hatte das vierte Jahr in Folge mit fettem Verlust (der Ursprung da auch noch die schlimme Saturn-Situation).
Für kaum zwei Jahre am Markt (Ende 1999 bis Mitte 2001, in Japan war der Start früher) sind 10 Millionen Konsolen erfolgreich. Wäre Sega nicht in der schwierigen Situation gewesen, hätten sie die Konsole mindestens so lange wie Gamecube und Xbox halten können und dann wäre er bei den Gesamtverkäufen u.U. stärker als diese beiden Geräte gewesen, Nr. 2 hinter der Playstation 2.
Bei DC wurde vieles richtig gemacht, aber Sega war bereits massivst angeschlagen.
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Ich würde sogar soweit gehen, dass die Dreamcast Hardware um einiges besser war als die PS2 Hardware.
Wäre die Konsole noch weiter mit Spielen versorgt worden, dann wären bestimmt noch grafisch bessere Spiele erschienen.
Man erinnere sich an die E3 wo alle bei Shen Mue Tränen in den Augen hatten, vor allen die Sony Jünger mit ihrer Flimmerkiste.
Aber meist setzt sich nicht das bessere System durch, vergleiche Videorekorder.
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Die Dreamcast war geil und auch leistungsstark. Der Saturn muß aber wohl auch spürbar deutlich ein Flop gewesen sein. Die meisten Läden bei uns hatten bis etwa 1999 noch nur noch Restposten oder Sega sogar schon 1998 komplett aus dem Sortiment genommen. Es lag wie Blei in den Regalen.
Auch unser damaliger Videospielehändler, der auch Exoten wie Neo Geo oder PC-Engine geführt hatte, hatte nur noch wenig Sega-Krempel im Sortiment. Eben aus diesen Gründen.
Erst mit der Dreamcast änderte sich das wieder. Das hatte jeder Laden im Sortiment und mit viel Auswahl an Spielen. Immerhin war Sega auch soweit ich weiß der erste Anbieter, der bei vielen Spielen einen 60Hz-Modus angeboten hatte. Sonic Adventure oder Ecco waren solche Spiele, genau wie NBA2K.
Was der Dreamcast wohl halt dann auch das Genick gebrochen hatte, war nicht speziell nur die Ankündigung von Sega, für andere Plattformen zu entwickeln, sondern auch das grauenhafte Marketing. Alleine wenn man schon so eine Werbung wie dieser hier sieht, fragt man sich doch als Ottonormalverbraucher, was das bitte sein soll: https://www.youtube.com/watch?v=MJWnbqqp6BU
Das hat null Aussagekraft und war in Europa soweit ich weiß der erste Werbespot. Kein Mensch wußte was Dreamcast wirklich sein wollte. Sowas konnte man vielleicht bei der Playstation bringen, weil jeder den Namen Playstation im Kopf eingebrannt hatte, aber nicht bei einer Konsole, die noch kein normaler Verbraucher kannte. Bei so einer Werbung kein Wunder, daß da nichts geht.
Aber sonst war die Dreamcast richtig stark gestartet. Gleich zu Beginn hatte die Kiste richtig gute Spiel wie Sonic Adventure, Sega Rally, Power Stone oder Blue Stinger als Beispiel. Und dann kam halt auch als absoluter Grafikkracher Shenmue damals raus oder Ecco.
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Naja, ich glaube DC war schon schlechter. Die PS2 war halt komplexer in der Architektur, deswegen sahen die Starttitel so schlecht aus.
Die Optik hier lief in der PS2 am Ende in 60 FPS, das war schon mega:
(https://external-content.duckduckgo.com/iu/?u=https%3A%2F%2Fimages.launchbox-app.com%2Fdcd23bfe-4c5b-4803-862d-c8f025d53e7e.jpg&f=1&nofb=1&ipt=36ae41fbc980844ce63b5193135b6e7f3e975a090f2f0954e4af6ddb312a5537&ipo=images)
Es gab unlängst ein Projekt, wo finidige Entwickler GTA3 auf dem DC zum Laufen bekommen haben. Das packt der DC, etwas schlechter als die PS2, aber es geht. Nur läuft das halt am Limit der Hardware. Das heißt bis etwa zum Niveau von GTA3 konnte DC bei PS2 mithalten (was auch okay ist für Hardware von 1998), aber darüber wars halt am Ende.
DC hatte eine 200 MHz CPU mit 1,4 GFLOPS, PS2 hatte 300 MHz und mit der GPU 6,2 GFLOPS. Das ist schon ne Welt.
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Ich meine auch, PS2 müsste deutlich besser sein.
Anfangs fehlte es an Kenntnis der Hardware und gewissen Flaschenhälsen.
Was aber gen Ende auf der PS2 herauskam ist Wahnsinn.
Dreamcast war gegen 2001 doch schon gut ausgereizt, meine ich. Und das angesprochene GTAIII ist ein frühes PS2-Spiel, wenn man bedenkt, um wie viel besser da spätere vergleichbare Spiele waren.
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Ich mein es ist sensationell was der DC packt :) Das Ding kostete was - 400 Mark zum Release? Heut kosten Konsolen das Doppelte.
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Die Dreamcast war, als sie veröffentlicht wurde, schon der Wahnsinn. Das war halt Grafik in einer ganz neuen Dimension. Die hat halt damals alles gesprengt, was man so von Konsolen und wahrscheinlich auch vom PC, so kannte. Ein Sonic Adventure, ein Ecco the Dolphin 3 und ein Shenmue war halt schon eine gewaltige Hausnummer.
Auf mich war da damals mit der Dreamcast der Wow-Effekt so da, wie als man von 2D mit SNES/MD auf 3D mit PSX/Saturn/N64 blickte.
Aber dann kam halt die Dreamcast und bombte grafisch, in Japan immerhin schon ab September 1998, alles weg. Dieser Wow-Effekt war logischerweise auf PS2, Gamecube und XBOX so halt nicht mehr in diesem Ausmaß gegeben. Erst die HD-Kisten, also PS3 und 360 hatten diesen Wow-Effekt wieder, was Optik anging.
Es mag sein, daß die PS2 letztendlich die potentere Hardware letztendlich war, die Dreamcast konnte aber lange genug ohne Mühe mithalten bis zu ihrem Untergang und es dauerte eine Weile, bis PS2-Spiele, vor allem Multiplattform, besser aussahen.
Wenn ich mich noch richtig entsinne, sah Resident Evil: Code Veronica und Alone in the Dark 4 unter anderem ja auch besser auf der DC aus, als auf PS2.
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Absolut. Wenn ich mich damals an Soul Calibur erinnere... genial!
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Soul Calibur hat extremst die Hütte gerockt. Das war eine absolute Offenbarung und wurde in meinem Umfeld über Jahre gespielt. Es sah und sieht nicht nur fantastisch aus, es spielte sich auch fantastisch gut. Tekken hatte mich nie so begeistert, aber Soul Calibur ist einfach nur richtig geil.
Ansonsten hatte ich noch gerne Dead or Alive 2 auf der Dreamcast gezockt. Das sah auch klasse aus und spielte sich gut. Und Street Fighter III kam ja damals auch noch auf der DC heraus, welches ja aussah wie die Arcade-Version.
Und was haben wir damals wie die Bekloppten Quake III Arena online gezockt. Und das doch noch erstaunlich gut mit einem 33er-Modem.
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Hab auch PS Online noch mit Modem gezockt. So um 2004 rum, damals mit Airzonk.
Glaub, der 1. Juli 2004 war damals so ein Stichtag, wo die Sega PSO Server für DC abgeschaltet wurden. Ich meine, das war so... danach musste man dann eigene Server machen.
Beim Gamecube gab es die Wahl zwischen DSL oder 56K Modem für PSO, bei DC war es glaub ich immer nur dieses alte schnarchlangsame Modem (?).
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In den USA gab es soweit ich noch in Erinnerung habe, standardmäßig ein 56k-Modem. Bei uns ein Europa gab es nur ein 33k-Modem als Standard. Wenn ich mich noch recht entsinne, konnte man aber das 56k-Modem nachkaufen. Das hatte ich aber nicht gemacht und dennoch ganz gut mit dem 33k-Modem Quake III Arena und Phantasy Star Online gezockt.
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Es gab glaube ich auch noch einen Dreamcast Broadband-Adapter für DSL. Aber das kam damals ja erst auf.
56K Modem war glaub ich schon okay für die Daten, die bei PSO hin und her geschickt werden (selbst FF14 ist heute noch sehr sparsam was das anbetrifft), aber die minutengenaue Abrechnung jeden Monat bei Modem, das war aua :D
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Bei Gamecube gab es diesen Broadband Adapter. Mit und ausschliesslich für PSO, und ich glaube, diese Hardware war sogar von Sega.
Der GC war vor der Xbox online.
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schau, den gab es auch für den Dreamcast: https://sega-dc.de/dreamcast/Breitband-Adapter
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Daß es für den Gamecube einen Breitbandadapter gab, wußte ich, weil ich den damals auch schon im Laden in der Hand hatte.
Für die Dreamcast hatte ich das nicht mehr auf dem Schirm. Vielleicht habe ich es auch vergessen. Ist ja mittlerweile schon ewig lange her.